Donnerstag, 31. Juli 2008

New York 28./29./30. Juli

Irgendwann gegen Mittag sind Andrea und ich endlich ausgeschlafen, trotzdem dauert es noch eine ganze Weile bis wir tatsaechlich bereits sind etwas zu unternehmen. Fruehstueck, duschen, herumfaulenzen,.. braucht eben alles seine Weile. Schliesslich ist es beschlossene Sache, dass wir in den Bryant Park fahren um dort einem Film auf Riesenleinwand, wiedermal 'for free', ansehen. Der Film ist 'Das Apartment' eine alte schwarz/weiss Komoedie. Der Film startet bei Einbruch der Dunkelheit, also etwa gegen neun Uhr. Ausser uns ist noch eine ganze Gruppe anderer Couchsurfer und Gastgeber vertreten, es gibt Essen und Trinken; uns wird die Zeit also nicht im Mindesten langweilig. Der Film ist auch gut - wiedermal ein gelungener Abend also. Weniger gut war die Idee noch eine kleine Party in der Wohnung eines der Anwesenden nach dem Besuch zu machen - die Spannung ist am Hoehepunkt angekommen als wir einem grottenschlechten Film sehen. Ausserdem machen Andrea und ich uns dann mitten in der Nacht auf den Heimweg - zumindest werden wir freundlich von Nicky empfangen, breiten unser Lager auf und schlafen (unsern Rausch) aus. Dienstag beginnt aehnlich langsam wie Montags, und setzt sich aehnlich wie Samstag, naemlich mit unserm Weg zum Timessquare, fort. Dort ergattern wir (also Andrea und ich) nach einigem Hin und Her schliesslich zwei Tickets zum halben Preis fuer das Musical 'Rent'. Hungrig schlagen wir die Zeit im 'Olive Garden', einer Restaurantkette mit italienischem Essen, tot. Gut gesaettigt schlendern wir langsam Richtung Nederlander Theater auf der 41sten Strasse. Wir haben immer noch ein wenig Zeit, doch die vergeht am Timessquare unglaublich schnell, einmal in jenes Geschaeft gegangen, dann in ein anderes und nebenbei erstehe ich noch eine CD von MGMT beim Virgin. Schliesslich landen wir beim gewuenschten Theater und suchen unsere Plaetze. Kurz darauf gehts auch schon los - ein Musical voller Herzschmerz, Sorgen, Freude, Traenen und Gelaechter. Andrea singt nahezu mit, sie ist ein Musical-Fan mit Leib und Seele und kennt die meisten Broadway-Musicals als Filme. Damit jedoch noch nicht genug Abenteuer, nach dem Musical, um etwa elf Uhr machen wir uns in der Stadt die nie schlaeft auf den Weg um die Freiheitsstatue zu sehen. Andrea fliegt naemlich am naechsten Tag zurueck, und ohne das Wahrzeichen der Vereinigten Staaten zu sehen, kann ich sie natuerlich nicht gehen lassen. Also auf zur Faehre, und mit der Faehre nach Staten Island - der einzige Weg um diese Uhrzeit die Statue zumindest vom Wasser aus zu sehen. Huebsch ist sie, die Misses, jedoch kleiner als erwartet. Ausserdem ein bisschen pummelig, die Replikate leisten da etwas Verschoenerungsarbeit scheint mir. Ueber eine Stunde brauchen wir bis wir endlich daheim sind wo wir kurzerhand aus unserem Zimmer ausquartiert wurden. Nunja - das hat man wohl zu erwarten, in so einer Riesen-WG. Somit hab ich in den fuenf Naechten die ich nun in NY bin in vier verschiedenen Plaetzen/Raeumen uebernachtet. Dienstag vergeht nach diesem turbulenten Wochenende sehr ruhig, einzig die Verabschiedung von Andrea truebt die friedliche Stille ein wenig. Am Abend schaffe ichs doch dann tatsaechlich mich mit Matt, Bertas Patensohn, zu treffen und wir geniessen etwas Musik und ein koestliches Abendessen.

Mittwoch, 30. Juli 2008

New York City 25./26./27 Juli

New York, New York - nun ist es also soweit. Zuerst heissts aber erstmal viel zu frueh aufstehen, duschen und zum Flughafen fahren. Adam bringt mich netterweise zur Bahn-Station, und von dort ist es dann ein Klacks zum Flughafen zu kommen. Erfreulicherweise ist das Flugzeug auch noch fast leer, zweistoeckige Riesenmaschine mit hoechstens 70 oder 80 Passagieren. Das hat natuerlich zur Folge, dass jeder eine komplette Sitzreihe fuer sich hat - sehr angenehm, vor allem wenn man uebernaechtig ist. Fuenfeinhalb Stunden Flugzeit und drei Stunden Zeitverschiebung komm ich schliesslich um sechs Uhr abends in New York an. Bis ich bei meinem Gastgeber Nicky ankomme ists dann schlussendlich neun Uhr, grad mal eine kurze Dusche wird mir gegoennt und dann heissts auch schon Party-Zeit. Zuerst landen wir in der Wohnung eines Freundes Nickys, wo ich dann schliesslich auch noch die restlichen Mitbewohner seiner Wohnung kennenlerne. Insgesamt hat Nicky drei Mitbewohnerinnen, jedoch sowohl er, als auch die Mitbewohnerinnen haben fuer gewoehnlich einen oder gar zwei Couchsurfer. Verwirrend genug fuer mich, die einzigen namenswert zu erwaehneden Personen sind Andrea von Mexico und natuerlich Nicky, mein eigentlicher Gastgeber. Nach einer kurzen Aufwaerm (oder eher Abkuehl) phase machen wir uns schliesslich aufgetakelt auf den Weg zu einem schickimicki-Club, der ganz schickimicki eine furchtbare Schlange vorm Club, ueberteuerte Getraenke im Club und einen miserablen DJ mit noch miserabler Musik anzubieten hat. Eine kurze Tanzphase lang erfreue ich mich am New Yorker Nachtleben, dann schlaegt aber schliesslich doch meine Muedigkeit zu und ich mache mich gegen drei Uhr morgens auf den Heimweg. Irgendwann gegen vier komme ich dann auch endlich daheim an und kippe ins Bett. Nach diesem ersten langen Abend heissts natuerlich erstmal ausschlafen, irgendwann gegen vier mache ich mit Andrea auf den Weg in die Stadt und wir landen, wie nicht anders zu erwarten, nach einem kurzen Stopp bei der Polizei, die uns freundlicherweise weiterhelfen am Times Square und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. So viel Laecherlichkeit auf einen Platz hat der Mensch noch nicht gesehen. Aber immerhin sehr imposant - ganz nach dem Motto, wenn schon laecherlich, dann bitte im grossen Stil. Nach diesem ersten Eindruck von NYC gehts wieder Richtung Harlem in Upper Manhattan, dem Viertel in dem Nicky wohnt. Am Abendprogramm steht eine Haus-Party bei einem Couchsurfer in New Jersey. Also nichts wie auf dorthin, wie nicht anders zu erwarten wird auch dieser Abend fuer Andrea und mich wieder ein langer - Nicky macht sich irgendwann mitten in der Nacht auf dem Heimweg. (In New York gibts naemlich oeffentlichen Transport rund um die Uhr). Um genau zu sein endet er gar nicht erst, bzw erst am naechsten Morgen verkatert und uebernachtig. Pause wird mir jedoch keine gegoeent, in Brooklyn findet ein OpenAir-Konzert statt, mit freiem Eintritt. Also auf zum naechsten Gastgeber, welcher ganz in der Naehe des Konzertes wohnt und wo ich schlussendlich ausnuechtern und ein bisschen ausschlafen kann. Ausserdem warten wir anstaendigerweise in der Wohnung bis es anfaengt zu regnen, bevor wir uns auf dem Weg zum Konzert machen. Gut gelaunt stoert uns auch die ewig lange Schlange nicht, die Band auf die sich vor allem Andrea und Raul freuen stammt aus Brooklyn, hat erst eine CD herausgebracht und heisst MGMT (oder auch Managment). Endlich drinnen angekommen vertreiben wir uns die Zeit mit plaudern, Bier (oder in meinem Fall Wasser) trinken, beobachten von einigen sehr amuesanten Konzertbesuchern und dem Rutschen auf einer Art wasserbesprenkelten Luftburg. Schliesslich draengen wir uns in die Menge - ein hartes Unterfangen, die meisten begiften einen naemlich mit boesen Blicken und weichen keinen Zentimeter auf die Seite. Da wird man noch lieber beschimpft. Nunja - auch waehrend dem Konzert zeigen die Amerikaner nicht allzu viel Leidenschaft, nicht mal gedraengelt wird; seltsames Volk. Die Band spielt ganz ausgezeichnet, die Musik ist gut, der Saenger ist ueberaus nett anzusehen und das Publikum klatscht, johlt und schreit. Ein gelungener Konzertbesuch also. Danach will keiner so recht nach Hause, also bleiben wir beim benachbarten mexikanischen Festival haengen, wo ich eine kleine Tanzeinlage, sehr zum Vergnuegen meiner Mitfeierer und der anwesenden Mexikaner, einlege. Schliesslich werden doch alle der Reihe nach muede, schliesslich hat keiner in der vorhergehenden Nacht so wahnsinnig viel geschlafen. Trotzdem gehts zuerst weiter in eine Bar/Restaurant wo nochmal getanzt wird - diesmal sogar die restliche Belegeschaft und danach nach Hause, wo uns Nicky schon sehnsuechtig erwartet.
Dies war also mein erstes Wochenende in New York - kann mich nicht beklagen.

Dienstag, 22. Juli 2008

Sandpoint 18./19./20.Juli

Am naechsten Morgen gehts halbwegs ausgeruht zu einer Freundin Bertas, welche eine Art Schamanen aus Ecuador zu sich geladen hat. Berta und Richard haben eine Art Heilungs-Sitzung bei ebenjenem vereinbart und auch mir wird noch schnell als Willkommengruss organisiert. Heilung ist schliesslich nie verkehrt und so treffen wir um zehn Uhr morgens ein, gespannt was uns wohl erwartet. Berta ist als erste an der Reihe, wir hoeren von der Ferne nur ein paar Floetentoene, sie wirkt jedoch durchaus gluecklich und zufrieden als sie zurueckkommt - kann also so schlimm nicht sein. Ich bin als zweite an der Reihe und lege die kurze Strecke vom Haus zum erwaehlten Platz tapfer zurueck. Oscar, der Schamane laesst mich auf eine Art Teppich treten, vollbepackt mit allerlei wohl heilenden und schuetzenden Gegenstaenden. Danach faengt er an seinen Zaueber zu wirken. Floetenspiel, Gesang, eine Art Rassel, eine Feder und aehnliches spielen dabei eine wichtige Rolle. Von den heilenden Klaengen beseelt werde ich nach etwa einer halben Stunde wieder entlassen, danach ist noch Richard an der Reihe und anschliessend zieht Oscar ein Resuemee mit Empfehlungen wie wir uns am Besten zu heilen haben. Mir wird eine Blumen ins Wasser lassen - Therapie verordnet und Berta soll sich mit einem Rosemarie-aehnlichem Kraut waschen. Richard hingegen scheint vollkommen im Einklang mit sich zu sein - keine Therapie hier. Der Empfehlung folgend fahren wir am Nachmittag an einen kleinen See, mit Spazierweg rundherum und einem Fluesschen fuer meine Blumensache, die ich auch gleich eifrig in Angriff nehme. Danach erkunde ich den Spazierweg um den See, wobei ich einen recht grossen Vogel ueber Seerosen fliegen sehe, dessen Name ich zwar auf Englisch wusste, aber leider vergessen habe. Trotzdem ein schoenes Bild. Berta und Richard haben ihre Schwimmrunde bereits hinter sich gebracht, als ich wieder am Strand ankomme und so mache ich mich alleine auf ins Wasser, wo ich erstmal von ein paar Wasserpflanzen gefangengenommen werde. Immer noch leicht uebernaechtig, und erschoepft von all dem heilen, spazieren und schwimmen gehts fuer mich recht frueh ins Bett.
Frueh zu Bett, frueh raus aus den Federn - sollte man meinen. Nicht jedoch fuer eine Valerie Wohlfarter, tatsaechliche schlafe ich wohl fast 12 Stunden bevor ich endlich meine Aeuglein oeffne. Der hiesige Bauernmarkt ist um diese Zeit natuerlich schon recht leer gekauft, trotzdem schlendern wir gemuetlich ueber den Marktplatz und ich fuehle mich wie daheim in Saalfelden - Alle zwei Minuten rennen wir in ein Berta und Richard bekanntes Gesicht und es wird erstmal ein kurzes Plauderminuetchen eingelegt. Schliesslich nehmen wir Fruehstueck ein und machen uns davon gut gestaerkt darauf die Sandpointer Kunstszene zu erkunden. Am diesigen Wochenende finden naemlich allerhand Ausstellungen statt, unter anderem auch eine von Viggo Mortensen, als wir in der Gallerie ankommen wird uns jedoch mitgeteilt, dass wir ebenjenen um fuenf Minuten verpasst haben - das Leben ist nicht fair. Seine Fotos sind dafuer richtig gut, ausserdem ist er wohl noch Musiker, hat drei Fotobaende und uebersetzt Gedichte. Ausserdem stolpern wir noch in ein paar andere Gallerien, bis wir schliesslich wieder daheim sind ists Nachmittag und wir recht muede. So findet als Nachmittagsprogramm 'relaxen' statt, spaeter steht ein Kinobesuch auf dem Programm. Der Film 'The Visitor' oder auch 'Der Besucher' ist ueberaus gelungen, wenn auch ein bisschen deprimierend. Und so beschliessen Berta und ich noch ein wenig das Nachtleben zu erkunden und wir werden auch tatsaechlich mit einer jazzig angehauchten Live-Band belohnt. Danach gehts heimwaerts, wo ich jedoch nur einen kurzen Zwischenstopp einlege und dann nochmal zurueck in die Stadt schlendere, wo ich zu einer eher rock/metal angehauchten Live-Band das Tanzbein schwinge. Schliesslich gehts nach einer enttaeuschenden letzten Runde durch die andern 'Clubs' Sandpoint endgueltig nach Hause.
Sonntag startet ganz klassisch mit einem Riesen-Fruehstueck mit gebratenen Eiern und Speck, French-Toast und Huckelberry-Pancakes (dicke, kleine Palatschinken) mit Ahornsirup. Japp - alles auf einmal. So befuellt brauchen wir danach einen kleinen Verdauungspaziergang, welcher uns ans Wasser der Lake Oreille fuehrt und danach noch in die Haeuser von verschiedenen Kuenstlern, wo eine Art 'Tag der offenen Tuer' stattfindet. Eine Malerin, eine Photographin, ein Maler/Musiker und eine Schmuckkuenstlerin finden dabei unsere genauere Betrachtung. Natuerlich wird ueberall ein wenig geplaudert und so vergeht der Tag recht geschwind, daheim angekommen sinken wir erschoepft in das gemuetliche Sofa und so wirds irgendwie doch nicht mit dem geplanten Kajak-fahren. Spaeter gehts hingegen in die Videothek, es gibt einen Pizza und Film Abend.

Heimkehr

Also.. Rueckkehr ist am:

Freitag den 8. August. 2008 um 13:10 am Schwechater Flughafen.

Ein Willkommenskommando ist natuerlich gerne gesehen ;) Fuer alle die keine Zeit haben, ab Anfang September bin ich wieder in Wien und empfange gern Besucher (am liebsten natuerlich am Wochenende, aber prinzipiell immer :))

Sonntag, 20. Juli 2008

San Francisco 13. - 17. Juli

Nach der wilden Partynacht gehen Andrew und ich es am naechsten Tag natuerlich eher gemuetlich an, nach einigem Hin und Her landen wir schliesslich mit den Fahrraedern im Dolores Park, wo ich mir die Zeit mit Menschen beobachten vertreibe, waehrend Andrew sich nochmal ein kleines Schlaefchen goennt. Hintergrundgeraeusche sind ein kleines Trommelkonzert, Musik aus diversen Radios von allen Seiten und spielende Kinder. Alles in allem ein sehr idyllischer Nachmittag und die Horde von Transvestiten und aehnlichem Volk an einem Tisch neben uns gestaltet meine Menschen-Beobachtungszeit auch noch sehr amuesant. Nach einer Weile bekommt Andrew die Nachricht dass einer seiner Freunde ebenfalls im Park ist, also machen wir uns auf die Suche, und sind auch schon bald fuendig. Ein weiteres Weilchen vergeht mit in der Sonne liegen, plaudern und einer wunderbar leckeren Trueffel, mit welchen ein Trueffel-Verkaeufer durch die Reihen liegender Menschen schlendert und so den einen und anderen zum Kauf ebenjener verfuehrt - so auch mich. Gegen Abend mache ich mich auf dem Weg zu einem Theaterstueck in dem Lisa auftritt, welches meiner Meinung nach Samstag und Sonntag, den 11. und 12. Juli stattfindet. Endlich mit dem Rad dort angekommen muss ich feststellen dass Sonntag der 13. Juli ist und ich somit alles verpasst habe - was fuer ein Dilemma. Somit fahre ich wieder zurueck ins Mission-District wo Andrew mir ganz verbluefft die Tuer oeffnet. Statt Theaterstueck verbringen wir den Abend Film-sehenderweise, danach gehts ab ins Bett, armer Andrew muss schliesslich am naechsten Tag arbeiten.
Ich verbringe den Vormittag damit meine Weiterreise zu planen, jedoch nicht wirklich erfolgreich. Nach vielem Hin und Her schnappe ich mir schliesslich Andrews zweites Rad und mache mich endlich auf den Weg zur Golden Gate Bridge, San Francisco zu verlassen ohne die Bruecke gesehen zu haben, waere schliesslich auch eine Schande. Gesagt, getan und gelobt sei das Rad. Zu Fuss waere das ein ganz schoener Marsch geworden, selbst mit dem Rad brauch ich ein ganz schoenes Weilchen bis zur Bruecke, ueber die Bruecke und wieder zurueck. Dies kann natuerlich auch daran liegen, dass ich auf dem Weg dorthin einen Stopp bei Fishermans Wharf einlege um eineselbstgemachte Waffel mit exzellentem Schokoladeneis zu erstehen oder am Pier anstatt gegen den Wind anzukaempfen schlicht vom Rad absteige und ebenjenes schiebe. Und tatsaechlich - je naeher man kommt umso beeindruckender ist die Bruecke. Die Heimreise stellt sich ein bisschen als Herausforderung heraus, wie kommt man von einem Ende San Franciscos zum andern Ende ohne ueber einen der vielen Huegel zu fahren. Die Antwort ist - gar nicht; und so bestreite ich Teile des Weges mal wieder schiebenderweise, mein Rad hat naemlich keine Gaenge. 'Daheim' angekommen gehts noch kurz in den Supermarkt, danach koche ich eine ausgezeichnete Pasta-Sauce mit Lachs - ich bin von mir selbst ueberrascht. Am naechsten Morgen heissts verabschieden und Sachen packen, danach mache ich mich auf zurueck zum Elements, wo ich netterweise meinen Rucksack loswerde und somit nur mit leichtem Gepaeck den restlichen Tag verbringen kann. Jener fuehrt mich wiedermal nach Haight, in den Musikladen Amoeba - diesmal kann ich mich einfach nicht zurueckhalten, nach etlichen Stunden komme ich mit 9 CDs schwerer und 57 Dollar leichter wieder heraus. Immer noch ein Schnaeppchen fuer europaeische Verhaeltnisse - gelobt sei der Euro. Ausserdem fallen mir noch zwei Buecher und ein T-Shirt zum Opfer. Danach mache ich mich zurueck zum Elements, wo ich voller Schrecken feststelle, dass ich fuer die Nacht in ein viel zu teures Privatzimmer eingebucht bin. Also schnell ein anderes Hostel finden. Irgendwann gegen elf Uhr nachts lande ich auch schliesslich dort und plaudere noch ein bisschen mit meinen Zimmergenossinnen. Immer noch nicht so ganz sicher wie meine Weiterreise nun aussehen soll, mache ich mich auf den Weg zur Buszentrale. Auf dem Weg dorthin bleibe ich aber erstmal in zwei Gallerien haengen - eine voller Fotos der Rolling Stones (http://www.sfae.com) und eine voller 'Box-Fotografien' (http://www.freynorris.com) Schliesslich erreiche ich doch noch den Busbahnhof und stelle erfreut fest, dass ein Ticket fuer die Busfahrt nach Spokane, eineinhalb Stunden suedwestlich von Sandpoint, welches wiederrum die Heimatstadt des Sohnes meiner Grossmutter Bruders und seiner Frau ist, zwar 22 Stunden dauert, jedoch nur 85,85 Dollar kostet, eine Tatsache die ich vor allem dem netten Maedl am Schalter verdanke. Somit ist fuer meine Weiterreise gesorgt und ich verbringe den restlichen Nachmittag damit noch ein bisschen mehr Geld auszugeben. Diesmal fuer Klamotten. Den schwachen Dollar muss man schliesslich ausnuetzen, daheim Gewand einkaufen wuerde mich ein Drittel mehr kosten. Gegen kurz nach fuenf finde ich mich schliesslich wieder am Busbahnhof ein gut ausgeruestet mit Essen und Wasser und mache mich bereit fuer die Hoellentour. Die naechtliche Reise verbringe ich tatsaechlich halb im Delirium, vor allem weil ich zwar sehr muede und erschopft bin, in dem vollen Bus jedoch keine Minute Schlaf finde. Nagut - vielleicht ab und an mal ein paar Minuten. Trotzdem bin ich froh als ich am naechstne Morgen in Portland ankomme und hoffe von dort eine angenehmere Reise zu haben. Viel gemuetlicher ists nicht, dafuer habe ich nette Gesellschaft - ein Ire, der bereits seit drei Jahren unterwegs ist. Um fuenf Uhr nachmittags komme ich schliesslich in Spokane an, wo mich Richard (der Sohn des Bruders meiner Grossmutter - zur Erinnerung) abholt und nach Sandpoint, schoen gelegen am Lake Oreille, in sein und Bertas Haus bringt. Nach einer Dusche gibts Abendessen in einem Lokal mit Blick auf den See, danach gehts nach Haus und ab ins Bett.

Montag, 14. Juli 2008

Camping Sierra Nevadas 8. - 12. Juli

Verwirrende Amerikaner:

1 Euro = 1,59 Dollar (im Moment)
1 Meile = 1.6km
1 Pfund = 0.5kg
1 Fuß = 0.3 Meter
9 000 Fuß = 2743.11 Meter
1 Galleone = 3.8 Liter (jedenfalls die Galleonen in Amerika)
1 Unze = 28 Gramm
Celsius in Fahrenheit: multiplizieren mit 1,8 und 32 addieren ->
0°C = 32°F, -10°C = 14°F, 10°C = 50°F, 30°C = 86°F, ... (klick mich)
(wird fortgesetzt ... vielleicht irgendwann ;))


Fruehmorgens wachen wir auf und ich stelle fest dass wir uns in einem leicht huegeligen aber eher sehr flachen und braunen Gebiet befinden. Die Sonne taucht alles in ein sehr unwirkliches Licht und wir packen schnell zusammen da es wird waermer und waermer. Nach einem letzten Tank und Einkaufsstopp gehts nun wirklich los - langsam gehts hoeher, sehr zu meiner Freude, die Sonne brennt naemlich langsam ganz schoen auf uns herab und bekanntermassen ists in den Bergen kuehler. Wie immer wieder erzaehlt, mache auch ich die Entdeckung - Amerika ist riesig. Nicht nur die Autos und Menschen sind massiver als in Europa - auch die Landschaft. Als wuerde man Oesterreichs Huegel, Berge, Seen und Ebenen mit einer riesigen Luftpumpe aufs Dreifache vergroessern. Nagut - vielleicht nicht Oesterreich, aber die Landschaft kommt mir doch sehr bekannt vor, nur halt viel viel groesser. Nach ein paar Stunden Fahrt erreichen wir unser Ziel fuer den heutigen Tag, wo ich - sehr sehr muede von den letzten Tagen - ein kleines Mittagsschlaefchen einlege. Marv wandert indessen zu einem zwei Meilen entfernten See, was mich etwas in Unruhe versetzt, als er nach vier Stunden immer noch nicht zurueck ist. Zum Glueck ist alles gut, Marv kommt gerade zurueck als ich meine Suchaktion starte und ich betrachte die rot untergehende Sonne von einem Huegel. Bis es schliesslich stockfinster ist, ists bestimmt zehn Uhr und damit Feuer-, Koch-, Essens- und danach Schlafenszeit.
Von der Sonne geweckt welche durch die Baeume schimmert, packen wir unser Hab und Gut und machen uns wieder auf die Reise. Da wir mittlerweile eine gewisse Grundhoehe erreicht haben, etwa 9 000 Fuß gehts am heutigen Tag nur leicht bergauf und bergab - trotzdem knackts immer wieder mal in meinem Ohr. Wir machen uns zwar auf um Mono Lake - unser eigentliches Ziel - zu sehen, doch wegen einiger Feuer die gerade in Californien umgehen ist die Luft von Rauch erfuellt, und es wird schlimmer beim See. Daher beschliessen wir den See nur aus der Ferne und im Nebel zu betrachten und stattdessen woanders zu campen. Nach einer kurzen Lunch-Pause in den Bergen, gesaeumt von Nadelbaeumen gehts weiter zu unserem Rastplatz fuer die Nacht, diesmal an einem Fluss gelegen. Lesen, spazieren, plaudern - so vergeht auch dieser Nachmittag, am Abend gibts wieder ein kleines Feuerchen und dann is wiedermal Bettzeit. Rauchmaessig etwas besser startet der naechste Tag, und auch spaeter werden wir nicht enttaeuscht. Die Twin Lakes sind diesmal unser Ziel, wo wir gegen Mittag ankommen. Die beiden kleinen Seen liegen inmitten von einigen Bergwipfeln, vielleicht bleiben wir deshalb vom blauen Dunst verschont. Waehrend sich diesmal Marv fuer ein kleines Schlaefchen auf seine Matte begibt, erkunde ich die Gegend. Meine Erkundungstour fuehrt mich barfuss in die Berge, ein Entschluss den ich, wer haetts vermutet, schon nach kurzer Zeit bereue. Dafuer entschaedigt mich am Pass angekommen die Aussicht fuer die Strapazen und ich ruhe mich fuer ein Weilchen an einen Felsen gelehnt aus. Wunderschoen glitzern die Seen hinter mir und von der andern Seite gruessen mich ein paar Berge. Spaeter schliessen wir Bekanntschaft mit unseren Nachbarn, ein Vater mit Tochter, wobei das Maedl mir gleich beim Zelt aufbauen hilft. Nur mit dem Feuer ists diesmal nichts - zuwenig brauchbares Holz. Somit wirds ein frueher Abend, was mich auch nicht stoert, da ich ein spannendes Buch lese (Interpretation eines Mordes von Jed Rubenfeld - auf englisch natuerlich).
Frueher als die letzten Tage starten wir diesmal - Marv moechte so frueh wie moeglich wieder zu Hause sein, da er ein paar Tage spaeter eine Operation hat und vorher noch - falls notwendig - das Krankenhaus anrufen moechte, ob alles wie geplant verlaufen wird. Sehr zu meinem Unmut passt er dieser Eile seinen Fahrstil an - ueberhaupt fahren die Amerikaner wie verrueckt. Auf der Autobahn gibts vier bis fuenf Spuren und jeder fahert und ueberholt wo immer er grad ein Plaetzchen findet, und das mit bis zu 80 mph (etwa 130 km/h). In Marvs Haus angekommen stuerze ich mich erstmal voller Freude unter die Dusche, danach lasse ich mich vom unglaublich stupiden amerikanischen Fernsehen berieseln.
Fuer die naechsten paar Tage habe ich ueber www.couchsurfing.com (gleich mal etwas Werbung machen) bei Andrew Farmer eine Unterkunft gefunden, allerdings erst ab abends. Also fahren Marvin und ich rein nach San Jose, wo eine Oldtimer-Ausstellung unsere Aufmerksamkeit erregt. Danach gibts noch einen Kurzbesuch bei der Buecherei und Videothek und wieder nach Hause wo ich alle meine Sachen packe. Kurz darauf gehts auch schon zur BART-Station, vorbei an einem Baggerteich und unter einer gewaltigen Bruecke durch. Vom Bart gehts wieder nach San Francisco, Mission-District und von dort zu Andrews Haus. Freundlich werde ich empfangen und nach einer kurzen Dusche gleich weiter nach Downtown San Francisco in ein deutsches Lokal zum Bier-aus-Schuh trinken geschleppt. Ein Abend der so startet kann entweder in einer Katastrophe oder aeusserst vergnueglich enden - in meinem Fall zum Glueck zweiteres. So ist meine erste couchsurfing-Erfahrung ueberaus positiv, mehr spaeter.

Dienstag, 8. Juli 2008

San Francisco 3.-7.Juli

Topmotiviert machen wir uns gleich am ersten Tag Donna und Garys auf den Weg um Alcatraz zu erforschen. Tatsaechlich sind wir um 7.40 am Pier und bekommen somit Tickets fuer die Faehre um zehn Uhr morgens. Voller Vorfreude erwarten wir ebenjene, nur meine Fuesse beginnen langsam mich ernsthaft zu nerven. Wie soll man eine Stadt erkunden, wenn einem die Fuesse dauernd weh tun. In Alcatraz angekommen gibts eine kurze Einfuerhung was man alles darf und was nicht, danach sehen wir uns einen Film ueber Alcatraz an. Von der Erstehung ueber die Schliessung bis zur Indianerbesetzung 1969-71. Ausserdem gibt es einige Austellungen unter anderem zu eben jenem Thema, wie auch ueber amerikanische Geschichte, ueber Gefaengnisgeschichte im speziellen und eine Photoausstellung ueber 'alte Gefangene'. Danach gibts eine Audio-Fuehrung durch den Zellenblock, ausgeschmueckt mit Originalstimmen von Waertern und ehemaligen Gefangenen und diversesten Geschichten, wie zum Beispiel jene ueber drei Gefangene die sich mit Loeffeln durch die Wand ihrer Zelle gegraben haben, danach an Heizungsrohren aufs Dach geklettert sind und von dort zum Wasser gefluechtet sind. Man hat sie jedoch nie wieder gesehen - weder lebendig noch die leblosen Koerper irgendwo ans Ufer geschwemmt. Die ganze Alcatraz-Geschichte hat im Endeffekt fast vier Stunden gedauert, gegen zwei Uhr nehmen wir die Faehre zurueck zum Festland, wo unser einziger Gedanke der Futtersuche gilt. Also zurueck gegen Hotel und in nem Supermarkt einige Leckereien einkaufen. Ausserdem laeuft die Planung fuer den naechsten Tag - es ist immerhin der 4.Juli oder auch der Unabhaengigkeitstag der Vereinigten Staaten von Amerika - in vollen Zuegen.
Und da ist er auch schon - Unabhaengigkeitstag. Der Tag beginnt mit Organisatorischem, zwei Maedls aus Fiji (eine Steirerin - juhu) sind ebenfalls in SF und wir versuchen uns zu treffen, was sich aber ohne Handy als eine rechte Herausforderung herausstellt. (Wie habt ihr das nur frueher gemacht...) Schliesslich schaffen wirs doch uns im Dolores-Park zu finden, wo eine Theatertruppe ein schwer politisch angehauchtes Stueck praesentiert. Hauptthema sind natuerlich die Wahlen, aber auch die Klimaerwaermung, der Irak-Krieg, die Verteilung der Steuergelder und anderes kommen zur Sprache. Alles in allem ein humorvolles Stueck mit ernstem Inhalt, bereits nach einer Minute in dem Park wird klar - als Bush-Befuerworter outet man sich besser nicht. So vergeht der Nachmittag angenehm mit Picknick, danach gehts zu einer Privatparty, in eine zweistoeckige Wohnung mit Dachterasse wo wir den restlichen Abend essen, trinken, tanzen und feiern. Leider sehen wir das Feuerwerk nicht, der typische San Franciscaner Nebel macht uns einen Strich durch die Rechnung. Trotzdem alles in allem eine gelungene Feier, irgendwann gegen drei Uhr nachts bringt uns das Taxi dann alle nach Hause, wo Donna und Gary ihren Rausch ausschlafen und auch ich mir meine wohlverdiente Ruhe goenne. Da ich bei der Feier nicht annaehernd so fluessig gelebt habe wie meine lieben schottisch/irischen Freunde erwache ich frisch und munter am naechsten Morgen, mit Donna und Gary ist jedoch nichts anzufangen, die brauchen den Tag um sich zu erholen. Ich treffe mich dafuer mit Lisa Bufano, einer Performerin, welche ich in Oesterreich kennengelernt habe, als ich bei einem Fotoshooting assistiert habe (Notiz an alle die wissen wovon ich spreche: Gerd Aba, Sieghartskirchen, fuer alle die nicht wissen, aber gern mehr wissen wollen -> Mail) Spaeter des Abends gehts zu dritt hinein in die Stadt wo wir wiedermal auf die beiden Maedls von Fiji treffen, jene sind jedoch ebenso geschafft wie D&G und so wirds ein eher ruhiger und frueher Abend. Fuer den naechsten Tag machen wir uns diesmal einen Treffpunkt aus. Elf Uhr am Pier neununddreissig um die Golden Gate Bridge zu erkunden. Ich lasse die vier dann im Endeffekt aber allein losziehen und fahre stattdessen in einen Park in Oakland wo ich mich gemeinsam mit Lisa einer gelungene Stelzen-Performance und Sonnenschein erfreue. Danach gehts auf einen Sprung in den Golden Gate Park, wo einige Musiker sich zusammengefunden haben um ihre Trommeln und Gitarren zu bearbeiten. Leider bin ich etwas spaet - die Musikstunde hat um zwei Uhr angefangen, mittlerweile ists sechs Uhr und relativ leer. Wieder zurueck im Mission-District warte ich ungeduldig auf Donna und Gary, welche auch recht bald auftauchen. Leider muss ich sie kurz darauf wieder allein lassen, da ich mit einem potenziellen Camping-Genossen auf ein Bier verabredet bin. Jenes Treffen verlaeuft auch ganz erfreulich, kein Kettensaegenmoerder und so machen wir uns aus, am naechsten Abend in die Berge ostwaerts von SF zu reisen. Danach noch ein paar letzte Bier mit Donna und Gary, die wenige Stunden spaeter nach Vancouver fliegen & ab ins Bett.
Muede und unentschlossen beginnt der naechste Tag, nach vielem Hin und Her lande ich schliesslich den ganzen Nachmittag lesenderweise in einem kleinem Park neben dem Museum fuer moderne Kunst. Wieder zurueck im Hotel packe ich meine Sachen und ab gehts ins Abenteuer. Abenteuer kann man den Beginn meines Ausfluges auch tatsaechlich nennen. Nach einer Stunde Wartezeit am BART-Bahnhof in Fremont, kommt Marv endlich in seinem kleinen Cabrio angebraust, vollbeladen mit Campingzeug und seiner Katze Abby. Erste Herausforderung - mein Gepaeck unterbringen. Nachdem dies geschafft ist, gehts ins Nirgendwo und nach etwa zwei Stunden Fahrt stoppen wir schliesslich in ebenjenem, breiten unsere Matten und Schlafsaecke aus und fallen in Tiefschlaf.

Samstag, 5. Juli 2008

San Francisco 30.Juni/1./2.Juli

Gemeinsam mit Stacey mache ich mich auf den Weg in ein anderes Hostel in einem anderen Gebiet San Franciscos, naemlich dem Mission District. Jenes soll voller Musik und Bars und Clubs sein, leider auch voller Drogen und Armut. Ueberhaupthab ich noch in keiner Stadt soviele Bettler und Obdachlose gesehen wie in San Francisco, oder vermutlich jeder amerikanischen Grossstadt. Die Autos sehen dafuer umso teurer aus - eben ein Land voller Gegensaetze. Nachdem wir in dem Riesenklotz Elements, eigentlich ein Hotel, jedoch mit ein paar Schlafraeumen eingecheckt haben machen wir uns auf den Weg um die Stadt zu erkunden. Den ganzen Weg den wir mit dem Bus gefahren sind spazieren wir zurueck, bis wir schlussendlich, etwa 40 Minuten spaeter, wieder in Downtown ankommen. Einen kurzen Besuch bei der Touristinformation und dann geht der Fussmarsch weiter gen Chinatown. Mittlerweile ists schon nach zwei und wir hungrig, also fallen wir in ein chinesisches Restaurant ein um uns zu staerken. Frisch erholt gehts weiter durch Chinatown, man fuehlt sich tatsaechlich ein bisschen in ein anderes Land versetzt, vor allem wenn man versucht auf englisch zu kommunizieren und keiner versteht einen. Weiter gehts zurueck zum 'Ferry Buildung' und von dort am Hafen entlang zum Pier 31, von wo die Alcatraz-Faehren starten. Jene sind jedoch fuer mindestens die naechsten fuenf Tage ausgebucht, einzige Chance fuer Stacey, die nicht so lang bleiben kann, ist fruehmorgens um etwa 7.30 am Pier aufzutauchen um eines der fuenfzig Tickets zu erhaschen, die jeden Morgen verkauft werden. Weiter gehts zum Pier 39, wo es unzaehlige kleinere und groessere Laeden gibt. Essen, Schuhe, Kleidung, Souvenirs - alles ist hier zu haben. Ausserdem sieht man von hier sowohl Alcatraz, als auch die Golden Gate Bridge (wenn es nicht zu neblig ist - wir hatten Glueck) und ein paar Seeloewen die sich in der Sonne raekeln.
Wir goennen uns eine oertliche Spezialitaet 'Crab Chowder', gemacht aus Krabben une einer Art Bechamel Sauce und serviert in einem ausgehoelten Brot. Weiter geht die Reise, naechste Station ist der Coit Tower, ich glaub es war mal ein Leuchtturm, auf einem der zahlreichen Huegel San Fraciscos. Um jenen zu erreichen gilt es 341 Stufen zu bewaeltigen, dafuer geniessen wir oben angekommen die Aussicht und das mitgebrachte Bier umso mehr und entspannen uns mal ein bisschen. Die Golden Gate Bridge sehen wir zwar nicht, dafuer aber Alcatraz und die gewundenste und steilste Strasse in San Francisco. Auf dem Weg wieder hinunter in die Stadt schlendern wir noch durch Little Italy, welches, man vermutet es kaum, voller italienischer Restaurants und Cafes gesaeumt ist. Langsam doch ein bisschen muede, nehmen wir den BART (Bay Area Rapid Transit - eine Art U-Bahn) zurueck, wo Stacey recht bald ins Bett faellt und ich noch Bekanntschaft mit ein paar Englaendern mache.
Trotz spaetem Schlafengehen gehts am naechsten Morgen raus aus den Federn - das naechste Eckchen San Francisco wartet auf unseren Besuch. Diesmal ists Haight Ashbury, bekannt fuer wilde Zeiten in den 60er un 70er Jahren. Von Janis bis Jimi - jeder hat hier mal gelebt oder gespielt. Ein Zitat sagt - wer sich an die Jahre erinnern kann, ist nicht dabei gewesen. Voller Vorfreude machen wir uns auf den Weg ins Hippie-Getuemmel, landen zuerst aber erstmal in einer kleinen Kunstgallerie und angeschlossener Werkstaette, wo Kuenster mit Behinderhung arbeiten. Dies tut ihrer Kreativitaet aber keinen Abruch, einige sind sehr talentiert und alle empfangen uns mit Freundlichkeit und Frohsinn. In Upper Haights finden wir einige Secondhand-Laeden, nach einigem stoebern habe ich ein neues Top und eine neue Weste, ihr koennt euch gar nicht vorstellen wie erfrischend es ist, nach fast 10 Monaten mehr oder weniger denselben Klamotten mal wieder was neues anziehen zu koennen. Lunch ist diesmal indisch und sehr lecker - Hoehepunkt in Upper Haights, der Musikladen Amoeba, eine einzige Halle voller CD's, Schallplatten und Kasetten, passend zu Haights natuerlich viel Rock-Musik. Und sogar ein paar CD's von Falco finde ich wieder. Gekauft wird allerdings nichts - dazu ist die Auswahl zu gross und das Budget zu klein. Aus unerklaerlichen Gruenden (moeglicherweise das viele Spazieren..) fangen meine Fuesse an zu schmerzen und so muss ich Stacey alleine weiterziehen lassen, waehrend ich mir durchs Bus-Getuemmel meinen Weg nach Hause zu finden versuche. Stacey kommt etwas spaeter nach, den Abend verbringen wir zu dritt (mit Florian aus Deutschland) biertrinkenderweise zuerst auf der Feuerleiter und schliesslich auf dem Dach des Hotels. Vor allem Stacey, welche sich am naechsten Morgen gegen sieben Uhr auf den Weg zum Alcatraz-Pier macht, bereut die Bier - es hat eben alles eine Kost. Mit ebenjener mach ich mir aus mich um zwei Uhr in der Stadt zu treffen, ganz nach alter Mode ohne Handy, einfach Treffpunkt und Zeit ausmachen und dann dorthin kommen. Leider sind meine Fuesschen immer noch beleidigt und so machen wir gemeinsam nur ein paar Schritte in einen Laden und um Lunch zu organisieren und danach geht Stacey wieder ihre eigenen Wege und ich mach mich wieder auf den Heimweg um meine Fuesse hochzulagern. Gemeinsam verbringen wir noch den Abend, schliesslich verabschiedet sich Stacey, fuer sie gehts weiter nach Vancouver. Dafuer kommen Donna und Gary am selben Abend an und so gibt es ein froehliches Wiedersehen

Samstag, 28. Juni 2008

Fijis 23. - 29. Juni

Mein erwahltes Ziel in Fiji ist Mana, eine kleine Insel westlich von Nadi. Dort verbringe ich grossartige fuenf Tage, die allerdings allesamt recht aehnlich verlaufen. Baden gehen, in der Sonne liegen, sich unterhalten, lesen, schlafen, Fiji-Time, Massagen, Schmuck machen - das sind so die normalen Hauptbeschaeftigungen. Abends gibts alle Sorten von Unterhaltung, die Fijis sind da recht einfallsreich. Einmal eine Feuershows und den 'Bula-Tanz' eine Art Macarena auf Fiji-Art dann ein Krabbenrennen, bei dem man auf eine Krabbe wetten und einen Preis gewinnen kann. Lovo, Kava, eine Fiji-Nacht - so vergehen die Tage und Naechte in Windeseile.
Hervorzuheben gilt es allerdings die Zeit von Mittwoch abend bis Donnerstag Nacht, welche nur so von erfreulichen Ereignissen gesaeumt war. Das Unterhaltungsprogramm Mittwochs war ein Einsiedlerkrebsrennen, wobei es 9 Krebse gibt, auf jene geboten werden kann um ihnen anschliessend einen Namen & Nationalitaet zu geben und sie natuerlich anzufeuern. Donna, Gary und ich haben gerade noch so Nummer 9 erstanden, Startgebot jeweils zwei Dollar, wir haben sie fuer vier bekommen, 'Bula' genannt und da wir alle drei aus unterschiedlichen Laendern kommen, sie aus Fiji kommen lassen. (wo sie ja auch her ist.) Dies schien uns Glueck zu bringen, unsere Krabbe gewinnt tatsaechlich das erste Rennen - Preis: eine halbstuendige Massage. Donna und Gary haben mir angesichts meiner Massagefreizuegigkeit gegenueber jedem den Preis zugesprochen und auch aus ganzem Herzen gegoennt. So geht dieser Abend mit einem Erfolgserlebnis zu Ende - ausserdem bin ich schon voller Vorfreude angesichts des Tauchgangs welchen ich am naechsten Morgen machen werde. Und tatsaechlich, puentklich um neun Uhr bin ich bereit mich ins Abenteuer zu stuerzen, geplant ist ein Doppeltauchganga, wobei der erste mich in ein Schiffswrack fuehren soll. Da wir nur zu zweit sind, ausser mir nur der Tauchfuehrer Dominik, koennen wir auch ohne Probleme ins Wrack hineintauchen, ein Abenteuer welches ich jederzeit wiederholen wuerde. Ausser einem Lionfisch sehen wir nicht allzu viel Fische, dennoch ist der Tauchgang faszinierend. Dominik macht einige Bloedheiten wie zum Beispiel mit dem total verrosteten Steuerrad Kapitaen spielen, oder die Schiffstoilette aufzusuchen. Noch ganz begeistert tauchen wir wieder auf und nach einer kurzen Fahrt kommen wir an unserem zweiten Tauchplatz an. Hier stehen die Chancen auf Rochen recht gut und tatsaechlich sehen wir einen blau gepunkteten Lagoon Rochen, leider keinen Mantarochen. Rechtzeitig zum Mittagessen sind wir wieder daheim wo ich meine Taucherlebnisse mit Donna, Gary und Mark teile, die ein wenig neidisch angesichts des Schiffswracktauchgangs wirken. Nach einem leckeren Mittagessen suche ich Robin, der fuer meine Massage zustaendig ist, jedoch nichts von seinem Glueck weiss und sich etwas ziert. Zuerst helfen wir jedoch bei der Zubereitung des 'lovo' fuer die heutige Fiji-Nacht. Fuer ein lovo wird ein kleines Loch in den Boden gegraben, Lavasteine erhitzt und darauf dann Fleisch und Gemuese gelegt und mit Palmenblaetter und Erde zugedeckt. Nach etwas Hin und Her und 'Fiji-Time' kommt Robin aber tatsaechlich mit einer Massage-Matratze, also mit einem Loch fuern Kopf, un breitet jene einfach auf einem der Tische auf der Veranda auf. Meine Massage geniesse ich natuerlich aus vollen Zuegen, vor allem als meine Beine ploetzlich von zwei Fijianer bearbeitet werden. Total entspannt und relaxt erwarte ich mit den andern voller Vorfreude den Abend, die Fiji-Nacht mit 'lovo' und kava, dem typisch fijianischen Getraenk zu jedem Anlass mit dem unter anderem auch Gaeste willkommen geheissen werden. Es heisst, solange du keinen kava getrunken hast, warst du nicht wirklich in Fiji. Fuer das Getraenk werden Wurzeln einer bestimmten Pflanze zu Pulver zerstampft und anschliessend mit Wasser vermischt. Ausserdem soll es nach einigen Schuesseln eine etwas narkotische Wirkung haben. Davon hat aber keiner von uns etwas gemerkt, nur die Zunge fuehlt sich an zu niesen.
Schliesslich ist das Buffet aufbereitet, es biegt sich nur so von Leckereien. Fisch, Huenchen, Selchfleisch, dazu Spinat, Suesskartoffel, Fiji-Kartoffeln, Curry, und und und. Alles in allem einfach fantastisch. Gut gefuellt erwarten wir den kava, in den Genuss kommen wir jedoch erst am naechsten Abend, und so geht dieser fantastische Tag und Abend wartenderweise zu Ende.
Abreise von Fiji ist am 29. abends, mein Flugzeug hat jedoch eine Stunde Verspaetung und ist furchtbar ungemuetlich. Die 10 Stunden Flug nach Los Angeles vergehen mit ein bisschen Filmschauen und dem Versuch zu schlafen. Alles in allem komme ich immer noch am 29.Juni um etwa zwei Uhr nachmittags ziemlich kaputt und muede in LA an. Keine drei Stunden spaeter sitze ich dann im Flugzeug nach San Francisco, wo ich gegen halb acht Uhr abends gerade noch das letzte Bett in einem Backpacker und eine neue Reisegenossin fuer die naechsten Tage finde.

Leigh 18. - 22. Juni

Mittwochs verlaueft eher unspannend, es ist recht wolkig und regnet immer wieder - einziges Ereignis ist ein Kurzausflug nach Auckland um Andys Mutter und ein paar Freunde von ihm zu besuchen.
Am Donnerstag morgen packen wir wie geplant unsere Sachen machen uns auf den Weg nordwaerts. Natuerlich dauert alles ein bisschen und so ists schon Nachmittag als wir uns endlich im Campervan auf den Weg machen. Dementsprechend kommen wir nicht allzu weit, gerade mal in der Naehe eines Waldes mit den groessten Kauri-Baeumen koennen wir ein Nachtplaetzchen finden. Leider ohne Feuer, dafuer am Meer mit Vollmond. Am naechsten Tag gehts zuerst in ein Museum voller Moebelstuecken aus Kauri-Holz, eines huebscher als das naechste. Dazu gibts Bilder aus Holz und allerhand Kleinigkeit aus dem Harz des Baumes zu bestaunen. Danach schlendern wir durch den Wald, die Baeume sind tatsaechlich recht beeindruckend, der aelteste und groesste Kauri Baum ist geschaetzte 1200 Jahre alt. Ausserdem wird aus dem Holz allerhand Huebsches hergestellt - von Schmuckstuecken bis Obstschalen ist alles dabei. Danach gehts durch die gruene Landschaft, die ploetzlich von einer Sandduene unterbrochen wird Richtung 'Heimat', mit einem Zwischenstopp in Whangarei wo wir noch Andys Tochter aufklauben. Einen weiteren Zwischenstopp gibts im Kino um einen Blick aufs Programm zu werfen. Der erwaehlte Film 'Happy go lucky' ist ein wahrer Glueckstreffer, sehr guter englischer Film - humorvoll, interessant und sehr clever. Am naechsten Tag heissts frueh aus den Federn, es gilt Katelyn bei einem Fussballspiel anzufeuern. Zweiter Programmpunkt des Tages, ein Besuch im Schwimmbad, wo es an die sechs oder sieben verschiedene Pools gibt, jeder mit einer anderen Temperatur, und einen mit Riesenleinwand und Fernsehen. Der heisseste hat 48 Grad. Na schoenen Dank. Ausserdem eine Vielzahl unterschiedlichster Rutschen, bestimmt neun oder zehn, wobei drei geschlossen waren. Trotzdem haben wir unseren Spass, wir sind wohl fuenf Stunden im Schwimmbad, total aufgeweicht haben wir dann doch irgendwann genug, ausserdem ist am Abend ein Rugby-Spiel. England gegen Neuseeland, das duerfen wir natuerlich nicht verpassen. Waehrend die Jungs ihrer Leidenschaft nachgehen, mach ich mich ans Packen meiner Sachen, schliesslich geht mein Flugzeug am naechsten Tag. Um 11 Uhr vormittags habe ich in Auckland am Flughafen zu sein, wir kommen auch tatsaechlich puenktlich an - obwohl wir noch einen kurzen Stopp beim 'Honigzentrum' eingelegt haben, wo wir sogar ein paar Bienen beim Kampf mit einer Wespe im Stock betrachten konnten. Der restliche Tag verlaeuft recht unspektakulaer mit Warten, Fliegen und in Nadi Quartier fuer die Nacht organisieren.

Dienstag, 17. Juni 2008

Leigh 15./16./17

Gegen halb 10 morgens bringe ich den verschlafenen Hussein endlich dazu aus dem Bett zu springen und wir machen uns auf den Weg zurueck zum Strand. Dort kaufen wir zwei Israelis eine Schaufel ab und machen uns inmitten einer Haufen Japaner an die Arbeit ein Loch zu graben. Und tatsaechlich, schon nach wenigen Schaufelhieben ist der Sand so heiss, dass ich mir nahezu meine sensiblen Fuesschen verbrenne. Meereswasser fuellt das Loch und schon haben wir einen kleinen Pool voller warmen Wasser, gerade mal gross genug um ein bisschen warm zu bleiben, aber immerhin. Ziemlich schnell kommt jedoch die Flut herein und selbst die groessten Sandblokaden helfen nicht mehr, das kalte Meereswasser am Eindringen zu hindern. Die naechste Station ist die Cathedral Cove, eine Art Hoehle am Strand, zu erreichen durch einen halbstuendigen Spaziergang. Natuerlich sind wir nicht die Einzigen, alle paar Meter begegnen wir ein paar fotowuetigen Asiaten. Der kleine Spaziergang ist jedoch sehr angenehm, waers nur nicht so kalt und nass. Das Wetter meints immer noch nicht gut mit uns, und so beschliessen wir, da es eh schon recht spaet ist, den Weg abzukuerzen und durch die Peninsula zu fahren, anstatt immer der Kueste entlang.
Trotzdem ists schon vier Uhr als Husseins und meine Wege sich wieder trennen, fuer ihn gehts zurueck nach Hamilton, ich mache mich auf nach Auckland wo mich Andy abholt. Drei Mitfahrgelegenheiten brauchts mich, wovon die letzte, die zwei Israelis sind, denen ich die Schaufel abgekauft habe. Nach einer kurzen Wartezeit kommt Andy mit seinem weissen Van, wir fahren noch zu Freunden von ihm und danach gehts 1 1/2 Stunden in seine Wohnung nach Leigh. Die ganze Zeit ueber begleitet uns Regen, und auch am naechsten Morgen siehts keni Spuerchen besser aus. Und so vergeht der Tag recht trist mit Faulenzen und Fernsehen, einzige Aktion ist ein Grosseinkauf in der naechstgroesseren Stadt Warkworth.
Puentklich um 6.30 lauetet der Wecker - schnell raus aus den Federn, Tee aufgestellt und Fernseher aufgedreht. Und da singen sie auch schon, die Oesterreicher. GO, GO, GOOOOOO. Anpfiff. Oesterreicher machen sich gut, die Deutschen sich besser, eh klar. Aber immerhin, wir lassen uns nicht gleich entmutigen. Die ganze erste Halbzeit laeuft nicht so schlecht, aber halt auch nicht so gut. Immerhin Deutschland macht sich auch nicht gerade ausgezeichnet - also doch ein bisschen eine Chance. Zweite Halbzeit. Und ... Tor ... Oh nein ... Ausgetraeumt der Fussballtraum. Nun kaempfen tun sie ja die Burschen. Wie Helden. Was fuer ein Trauerspiel. Alles Kaempfen nutzt halt doch nix wenn man einfach nciht besser ist. Trotzdem. Tapfer gespielt. Seufz.
Erkenntnis des Tages: Oesterreich wird im Leben nicht unverdient gewinnen, nur ab und an unverdient verlieren, verdient gewinnen oder wie meistens verdient verlieren. Nunja.
Das war auch schon wieder die Aufregung des Tages, gegen Nachmittag/Abend gehen Andy und ich angeln, leider erfolglos - also nicht ganz, ich fange einen kleinen Mini-Fisch und Andy zwei Aale, aber keine riesigen Fische mit denen wir angeben haetten koennen und ein lecker Essen draus machen koennen.

Freitag, 13. Juni 2008

Wanganui -> Hamilton 12./13./14. Juni

Nach all den gut gemeinten und fuersorglichen Ratschlagen und Warnungen von Andys Familie fuehle ich mich irgendwie bemuessigt einen Bus nach Stratford zu nehmen, anstatt zu trampen. Schwupps gefruehstueckt, Waesche gewaschen, Lunch bei Andys Schwester eingenommen und schon werd ich bei der Bushaltestelle abgesetzt. Eine Stunde Wartezeit und zwei Stunden Fahrtzeit spaeter bin ich bei der Touristinfo in Stratford, von wo die Gastgeberin des einzigen Backpackers der Stadt mich netterweise abholt, mir dann auch noch einen verguenstigten Preis fuer die Nacht gibt und auch noch gratis ins Internet kann. Dies hat natuerlich zur Folge, dass ich nach langer langer Zeit stundenlang tippsle und schliesslich erst um zwei Uhr Nachts ins Bettchen huepfe.
Fruehmorgens um acht gehts etwas uebermuedet aus den Federn, meine Laune hebt sich jedoch schlagartig, als ich das Fussballergebnis erfrage. Oesterreich:Polen - 1:1 YEAH - wir steigen doch nicht punktelos aus. Meine Freude teile ich mit der Gastgeberin, die sich anscheinend ehrlich fuer mich freut, was fuer ein netter Tagesbeginn. Ausserdem bietet eben jene an mich ein paar Kilometer auf den Highway 43, auch Forgotten World Highway genannt zu fahren, mir mir zu warten ob mich jemand aufpickt, und falls nicht mich wieder zurueck zu nehmen. Jener Highway heisst zurecht so, fuer die 151 Kilometer lange Strecke braucht man etwa drei Stunden in einem normalen Auto - dementsprechend wenig Leute befahren den 'Highway', dementsprechend dankbar bin ich im Zweifelsfall wieder zurueck in belebtere Gebiete genommen werden zu koennen. Tatsaechlich sind wir nach ueber einer Stunde schon am Aufgeben und wollen zurueckfahren, als wir ein Motorengeraeusch vernehmen und tatsaechlich - diesmal hab ich Glueck. Der Truck-Fahrer kann mich ein gutes Stueck mitnehmen bis knappe 20 Kilometer vor dem einzigen 'Dorf' auf der Strecke. Der Forgotten World Highway macht seinem Namen alle Ehre, trotz grauem Himmel komm ich aus dem Staunen nicht heraus - ich fuehle mich tatsaechlich ein bisschen in eine Vergessene Welt versetzt. Gruenes Dickicht, huegelig, steile Abhaenge, grob gehauene Tunnel, Taeler und Berge und so weiter und so fort. Leider gibts keine Fotos - beim Trampen bin ich einfach nicht gewillt dauernd Fotos zu machen. Der Truckfahrer setzt mich schliesslich ab, jedoch nicht ohne mir eine Mitfahrgelegenheit nach Whangamomona, dem kleinen Doerflein auf etwa der Haelfte der Strecke, zu organisiseren. Netterweise fahren mich die zwei Kiwis die 18 Kilometer dorthin, obwohl sie eigentlich nur um die 5 Kilometer fahren muessten. Whangamomona besteht aus einem Pub, einer Kirche und etwa 4 Haeusern, eine belebte Grossstadt also. Eine heisse Schokolode, etwa 1 1/2 Stunden und um die 10 Autos spaeter faehrt tatsaechlich jemand weit genug um mich zur naechsten Schlafmoeglichkeit zu bringen. Auch der zweite Teil des Highways ist erstaunlich und ich habe mal wieder einen guten Gespraechspartner zur Verkuerzung der Fahrtzeit gefunden. Diesmal werde ich bis Hamilton mitgenommen, somit habe ich mit dem heutigen Tag ein gutes Stueck hinter mich gebracht, wo ich mich auch gleich in einem sehr sympathischen und freundlichen Backpacker einquartiere. Nett wie ich bin helfe ich einem heimatlosen saudi-arabischen jungen Herrn weiter, der zwar gern in Hamilton die Freitag-Nacht verbringen will, aber nicht fuer ein Quartier gesorgt hat, eine Tatsache die er um elf Uhr nachts wohl bitter bereut. Trotz des Plans daheim zu bleiben und auszuschlafen, lande ich dann irgendwie doch noch auf der Tanzflaeche, bringe den Herrn ins Bett - aehm Auto und falle erschoepft in die Kiste. Am naechsten Morgen erwarten mich unangenehme Nachrichten, meine Mitbewohnerin hat sich ueber mich beklagt - ich war wohl zu laut, die Arme geht besser nie in ein Party-Backpacker in einer groesseren Stadt. Kurz packt mich ein Schreck, Hussein, sein Auto und mein Schlafsack sind verschwunden. Eben jener taucht jedoch gluecklicherweise wieder auf und wir machen uns wie am Vorabend beschlossen auf den Weg um gemeinsam die Coromandel Peninsula zu erkunden. Jene waere wohl wunderschoen, leider meint das Wetter es aber zum ersten Mal seit Tagen nicht gut mit uns, es ist bewoelkt und nieselt ab und zu leicht. Einziges anderes 'Highlight' an dem diesigen Tag. Hussein faehrt - ganz arabisch - sehr temperamentvoll. Knie, Fruechte und mein Magen werden nur so hin und hergeschleudert. Da es schon recht spaet ist, als wir endlich an unserem ersten Ziel, dem Hot Water Beach, ankommen, quartieren wir uns im naheliegenden Hahei in einem Backpacker ein und ich treffe ein slovakisches Paerchen, welches mit mir die Tongariro-Ueberquerung gemacht hat.

Dienstag, 10. Juni 2008

Waitomo Caves -> Wanganui 9./10./11. Juni

Nun geht es also wieder auf eigene Faust los. Andy bringt mich noch an die Hauptstrasse, dann gehts fuer ihn nordwaerts, waehrend ich mich suedwaerts durchschlagen moechte. Damit bin ich auch recht erfolgreich, schon nach einer kurzen Wartezeit, erbarmt sich ein junger Bauernssohn und nimmt mich mit. Die am Ruecksicht quakenden Enten stoeren unsere Unterhaltung nicht im geringsten und ich beschliesse, anstatt direkt nach New Plymouth mich ein Stueckchen weiter mitnehmen zu lassen und in Tauramanui gen Stratford zu trampen. Damit bin ich aber total erfolglos, die Strasse, auch 'Forgotten World Highway' genannt ist nicht sehr frequentiert befahren, nach eineinhalb Stunden gebe ich auf und versuche mein Glueck in die andere Richtung. Damit bin ich etwas erfolgreicher, gegen vier Uhr nachmittag lande ich schliesslich im Dorf 'National Park'. Japp, dieses Dorf heisst wirklich so. Total bewoelkt hat die Szenerie nicht viel zu bieten, dafuer gibts im Backpacker eine Kletterwand, die auch von vier Jugendlichen mit Begeisterung beklettert wird. In Ermangelung einer anderer Taetigkeit gehts nach einem kleinen Spaziergang und etwas Lesen und Fernsehen recht frueh zu Bett, am naechsten Morgen steht schliesslich das beruehmte Tongariro-Crossing an, eine etwa 7 stuendige Wanderung die als eine der schoensten Neuseelands gilt.
Tatsaechlich erwartet mich am naechsten Morgen blauer Himmel und ein schoener Sonnenaufgang, ueber einer ploetzlich aufgetauchten wunderschoenen Landschaft. Drei schneebedeckte Berge, wovon einer als Vulkan von Mordor recht beruehmt geworden ist, glitzern in der Ferne. Gemeinsam mit sechs andern Backpackern fahre ich im Shuttlebus zum Startpunkt der Wanderung, wo ich entsetzt feststelle, dass ausser uns noch zwei grosse Busse aus Taupo voller Wanderlustiger diesen wunderschoenen Tag nutzen wollen. So erinnert die gesamte Wanderung mich irgendwie an einen riesigen Schulausflug, etwa 80 Menschen, alle mehr oder weniger in meinem Alter bewegen sich auf dem Wanderweg. Die Wanderung ist nicht umsonst beliebt und bekannt, recht einfach zu bewaeltigen, wunderschoene Aussichten, drei smaragdgruene und ein dunkelblauer See erwarten einen in luftigen Hoehen und fuer Spass sorgt ein Stueckchen eisigen Weges, welches ich mit meinen ausgeborgten Steigeisen begehe. Waeren da nur nicht so viele Menschen... Denoch geniesse ich den Tag sehr, nicht einmal der schwefelgige Geruch der in der Luft liegt truebt dies. Gegen Ende der Wanderung passiert der Weg noch heisse Quellen - zu den Quellen selbst kann man leider nicht gehen, dass sie vorhanden sind beweist aber der Dampf der in der Luft liegt und das kleine Baechlein voller warmen Wassers. Um halb vier bin ich dann schliesslich am Endpunkt angekommen, warte noch eine halbe Stunde in der Sonne liegend, dann bringt uns der Shuttlebus wieder zurueck zum Backpacker wo ich total erschoepft umfalle und mich nicht mehr bewegen will. Sechs Stunden Gehen, wenn mans nicht gewohnt ist, geht doch ganz schoen in die Beine. Also Dusche und Bett.
Meine Tagesaufgabe fuer heute, raus aus diesem Kaff und soweit wie moeglich westwaerts trampen. Dies ist jedoch einfacher gesagt, als getan, die Strassen hier in der Mitte der Nordinsel sind wenig befahren. Nach einiger Wartezeit, welche mich dank strahlendes Sonnenscheins jedoch gar nicht stoert, bekomme ich schliesslich eine Mitfahrgelegenheit mit einem neuseelaendischen Polizisten, genannt Andy Grant, welcher gerade von einer Reise in die Antarktis zurueckkommt und jede Menge Freunde auf seinem Weg nach Wanganui besucht. Da werd ich gleichmal einfach mitgeschleppt und werde so Zeuge eines Wiedersehens Andys mit einem Freund den er seit um die 20 Jahre nicht gesehn haben und einer Freundin, die er seit um die 8 Jahre nicht gesehn hat. Die Wiedersehensfreude ist dementsprechend gross und schon ist er und auch ich zu einem Abendessen in einem Maori-Heim fuer den Abend eingeladen. Keine 10 Minuten und einen Telefonanruf spaeter hab ich auch ein Bett fuer die Nacht, auf der Farm der Eltern Andys, die neuseelaendische Gastfreundschaft macht sich mal wieder bemerkbar. Andy selbst ist ein Energiebuendel, in Wanganui werde ich zu einer Austellung von Indien-Fotos seiner Schwester geschleppt, danach gehts ins Museum, auf einen Aussichtsturm mit 173 Stufen um die Aussiecht ueber Wanganui zu geniessen, in den Supermarkt und schliesslich zu unserer Einladung bei Kiritahi, der maorischen Frau. Der Abend ist gemuetlich, das Essen lecker und meine Freude ueber die Gastfreundschaft gross.

Napier 31.Mai/1./2. Juni

Nach einem gemeinsamen Fruehstueck trennnen sich unsere Wege wieder, Manuel macht sich auf nach Wellington, ich versuche meinen Weg nach Napier zu machen, von wo mich Andy, der eigentlich noerdlich von Auckland wohnt und ueberraschenderweise ziemlich ploetzlich gen Heimat reist, mich aufpicken will.
Nun bin ich also das erste Mal seit langer Zeit wieder auf mich allein gestellt, jedoch topmotiviert und starte meine ersten tramp-Versuche. Damit bin ich auch sehr erfolgreich, vier sehr unterschiedliche Autos und vier Stunden spaeter bin ich in Napier, bekomme eine kleine Stadtrundfahrt und die Einladung im Haus meiner letzten Mitfahrgelegenheit, Janet zu uebernachten. Dies nehme ich, als armer Backpacker natuerlich gerne an. Ausserdem scheint Janet sich fuer meine Abendgestaltung verantwortlich zu fuehlen und organisiert, dass ich zu einer Party mitgenommen werden kann. Davor steht aber erstmal das Finale der Rugby-Weltmeisterschaft auf dem Programm, welches ich mit Janet und ihre Stieftochter tratschend und laesternd, wie das nur drei Weiber koennen, anschaue. Mehr oder weniger erfolgreich versuche ich die Regeln zu verstehen, kein Wunder das Fussball (zumindest bei uns) so beliebt ist - grad mal die Abseits-Regel erfordert etwas Hirnschmalz. Danach gehts statt zur Party, die leider im letzten Moment abgesagt wurde, zu Bett.
Nach dem Fruehstueck bringt mich Janet netterweise ins Zentrum von Napier, welches fuer seine Art Deco Kunst recht bekannt ist. Ich mache mich daher auf einen kleinen Spaziergang durch die Stadt, gut ausgeruestet mit einer Broschuere uber die Zeit und werde ein bisschen zurueck in die 20er Jahre versetzt. Gegen drei Uhr gibts eine Fuehrung durch Napiers altes Gefaengnis, in welchem nun statt Gefangene, Backpacker hausen. Die Fuehrung ist auch sehr interessant, ausgeschmueckt mit allerlei Erzaehlungen ueber das Gefangenenleben und ein paar Schauergeschichten als wir schliesslich im Hof ankommen, wo die zum Tode Verurteilten gehaengt wurden. Von uns wird zum Glueck keiner gehaengt und wir duerfen das Gefaengnis sogar wieder verlassen. Danach werde ich wieder von Janet abgeholt und helfe bei der Zubereitung des Abendessens, zu welchem ein Cousin Janets eingeladen ist. Jener arbeitet auf einem Weingut, und schon habe ich eine Einladung doch am naechsten Tag vorbei zu kommen um ein bisschen herumgefuehrt zu werden und auch das eine oder andere Schlueckchein Wein zu testen. Davor gibts aber noch ein Wiedersehen mit Andy, der total kaputt ankommt und auch gleich ins Haus auf eine Tasse Tee eingeladen wird, danach aber mehr oder weniger sofort ins Bett faellt und somit keinen guten Eindruck hinterlaesst.
Nachdem Janet und Andy am naechsten Morgen festgestellt haben, dass sie anscheinend in die selbe Volksschule gingen und wohl damit Frieden geschlossen habe, praesentiert zweiterer noch stolz sein Motorrad, ich verabschiede ich mich bei meiner freundlichen Gastgeberin und wir fahren los Richtung Weingut. Nach einer kurzen Fuehrung gibts zwei Kostproben exzellenter Weine, selbst nach den vielen billigen, nicht so wahnsinnig herausragenden Weinen der letzten Monaten komme ich nicht umhin diese Tatsache zu bemerken. Nachdems Andy so gar nicht gut geht, biete ich mich an zu fahren; ob es fuer ihn jedoch auf dem Beifahrersitz viel entspannender ist ('Slow down', 'Speed up', 'Watch the street', 'Stay in the lane') bleibt zu bestreiten. Und nur um das deutlich zu machen, ich bin eine gute Fahrerin, vor allem in Anbetracht der mangelnden Fahrpraxis und komme selbst mit Verkehr der Kleinstadt Napier zurecht. Hier legen wir naemlich einen kurzen Einkaufsstopp ein, bevor es weiter Richtung Gisbourne geht. Ein wunderschoener, strahlender, komplett halbrunder Regenbogen begleitet uns am Abend fuer ein kurzes Stueck, kurz danach finden wir ein Plaetzchen fuer die Nacht, jedoch diesmal ohne Feuer, dafuer mit einem etwas fiebrigen, natuerlich nahezu sterbenden Andy, dementsprechend frueh gehts zu Bett.

Donnerstag, 29. Mai 2008

Adios Suedinsel & Wellington - 28./29./30 Mai

Ausmisten, Aufraeumen, Packen, Auto aufbrechen ... - was fuer ein Vormittag. Als dies endlich geschafft ist, ists nahezu drei Uhr - abreisen lohnt sich nicht mehr wirklich. Also nochmal eine Nacht im Paradiso - wie schon erwaehnt, ein schwarzes Loch.
Dafuer koennen wir endlich unseren Plan verwirklichen ins Kino zu gehen, im Austausch fuer den letzten Kinobesuch, wo ich den Film ausgesucht habe, sehen wir diesmal den neuen Indiana Jones - was fuer eine Geld und Zeitverschwendung. Nun immerhin koennen wir nun sagen, wir habens gesehen und ich bin ja schliesslich auch nichtmal eingeschlafen. Die restliche Paradiso-Crew ist mehr oder weniger vollstaendig beim gratis-Billiard versammelt, wo wir uns nach dem Film auch einfinden. Ausser einem kleinen Lokalwechsel ein eher unspektakulaerer Abend, spaeter zurueck im Paradiso gibts jedoch noch ein kleines Feuerwerk gesponsort von Andy. Dann gehts zu Bett, meine endgueltig letzte Nacht ist angebrochen. Am naechsten Morgen gehts nach dem Fruehstueck auch tatsaechlich endlich ans Verabschieden und Andy, der mich netterweise zur Faehre nach Picton faehrt und ich duesen los. Genau 15 Minuten vor Abfahrt der Faehre kommen wir an, das nenn ich mal Timing. Also in Windeseile Ticket kaufen, Rucksack loswerden und Verabschieden, ausserdem hat auch Andy sich in meinem verlorengeglaubten, wiedergefundenes Reise-Buechlein zu verewigen. Die Fahrt auf der Faehre verbringe ich mehr oder weniger schlafend und Aussicht geniessend auf dem Sonnendeck, bis es schliesslich zu kalt wird und ich es meinen Mitreisenden gleichtue und in den Fernseher stiere. Drei Stunden spaeter in Wellington angekommen heissts einen Backpacker zu finden, was sich auch als gar nicht so schwer herausstellt, kaum eine halbe Stunde nach Ankunft bin ich in einem YHA eingecheckt. Dann noch ein bissi herumschlendern, fasziniert feststellen, dass in Wellington auch Donnerstagsabend die Strassen ordentlich belebt sind, Zeug erledigen und ab ins Bett.
Nach dem Auschecken fuehrt mein erster Weg zum Te Papa, Wellingtons beruehmten Museum. Der Besuch lohnt sich auch definitiv, das Museum ist voller interessanter Fakten ueber Neuseeland und seine Einwohner, gut aufbereitet und das Beste: kostenlos. Warum kosten Museen in Oesterreich eigentlich was..? Nach nur dreieinhalb Stunden muss ich leider wieder mein Gepaeck aufklauben, die folgende Suche nach einem Hostel stellt sich als total erfolglos heraus - wegen langem Wochenende ist komplett Wellington ausgebucht. Also raus hier. Am Bahnhof geht der naechste Zug ostwaerts nach Masterton um 4:33, also 40 Minuten warten. Masterton selbst ist ziemlich klein, ich goenne mir ausnahmsweise den Luxus mit dem Taxi zu fahren. Im Backpacker ist tatsaechlich noch genau ein anderer Gast, Manuel aus Deutschland, mit dem ich tratschenderweise den Abend verbringe.

Nelson 25./26./27 Mai

Ausser schlafen, ein bisschen fernsehen und herumlungern machen wir tatsaechlich fast nichts, erst am Abend bin ich wieder etwas fitter und gesellschaftsfaehiger. Insgesamt ists jedoch definitiv ein ruhigerer Abend als der voherige und, fuer neuseelanedische Verhaeltnisse, nahezu nuechtern.
Dank des entspannten Abends huepfen wir am naechsten Morgen topmotiviert aus den Federn, schliesslich steht immer noch unser Motorrad-Ausflug auf dem Programm. Das Wetter in Nelson ist spitze, leider nicht in Kaitoura, die Morgen-Bootstour musste abgesagt werden. Nach einigem Hin und Her machen wir uns aber trotzdem auf den Weg, zumindest fuer eine kleine Spritztour. Erster Stop ist Havelock, wo Andy einen Cousin hat, danach gehts nach Blenheim. Die hilfreiche Touristinformations-Tante dort gibt uns Auskunft ueber das Wetter in Kaitoura; Regen. Regen und Motorrad fahren ist nicht so ganz was wir uns erwuenschen, also lieber wieder zurueck gen Norden. Dabei machen wir - ungewollt - einige extra Kilometer; ich gebs zu, meine Schuld. Schliesslich erreichen wir aber doch Picton, legen einen kurzen Stop ein und fahren ueber eine sehr sehr kurvige Strasse, ueber Havelock zurueck nach Nelson.
Nach einem ausgezeichneten Abendessen, quasi aus dem Nichts gezaubert und auch noch vegetarisch folgt ein ausgezeichnetes Gitarrenspiel von Rob und ein ausgezeichneter Abend im Bus. Fazit: Norwegerinnen sind verrueckt, Happy Faces sind die neue Mode (zu tragen auf dem Handruecken, gemalt mit Edding), Schnurrbarthaare im Gesicht sind in und Paradiso ist ein schwarzes Loch aus dem es kein Entrinnen gibt. Und so reise ich am naechsten Tag nicht, wie geplant, ab - sondern ueberzeuge Andy, dass ein Angelausflug eine grossartige Idee ist. Tatsaechlich gegen zwei Uhr nachmittag, als die Flut langsam schwindet machen wir uns zu sechst (die Happy Faces Crew - leider mit Ausnahme der verrueckten Norwegerin) gut ausgeruestet mit Bier und Musik in Andys Van auf zum Meer und haben einen ausgezeichneten Nachmittag voller Tanz, Musik, Geplauder, Gesang und Gelaechter; jedoch ohne Fisch - wer haetts vermutet... Nach einem ausgezeichneten Sonnenuntergang packen wir unser Zeug und fahren wieder zurueck zum Paradiso, wo wir unserer guten Laune freien Lauf lassen und wiedermal einen froehlichen Abend verleben.

Happy Faces Group: Valerie, Noel, Chloe, Mark, Amy und Andy im Uhrzeigersinn

Samstag, 24. Mai 2008

Nach Nelson - 22./23./24 Mai

Nach einer geruhsamen, aber kalten Nacht verschwindet Andy mal wieder fuer eine Steine-Sammel-Aktion (definitiv die beste Idee fuer Reisende!)und tatsaechlich, ein kleines Weilchen spaeter werden mir einige neue Funde voller Stolz praesentiert. Die Steine schnell unterm Kopfpolster platziert und dann duerfen wir tatsaechlich losfahren und die Landschaft bestaunen. Nach einer Weile kurviger Strasse kommen wir nach Greymouth, wo wir diesmal aber nur eine sehr kurze Pause einlegen, unser naechstes Ziel ist schliesslich schon anvisiert - die Pancake Rocks in Punakaiki. Wir kommen auch tatsaechlich zur perfekten Zeit an, naemlich als gerade Flut ist - wir koennen uns an den Wellen gar nicht sattsehen und schiessen so ungefaehr um die hundert Fotos. Nach diesem grossartigen Schauspiel folgt eine herbe Enttaeuschung fuer Andy, der vermeintliche 'greenstone' (eine Art Jadestein) den er gefunden und damit angegeben hat, ist gar keiner. Davon erholt reisen wir weiter, langsam muessen wir uns wiedermal nach Feuerholz und Quartier umsehen, es wird dunkler und dunkler und wir nicht und nicht fuendig. Der eine Platz hat keinen Fluss, der andere is nicht schoen genug, der dritte .... usw usf. Schliesslich wagen wir uns mit dem Van eine relativ steile Schotterstrasse hinunter zum Fluss, in der Hoffnung am naechsten Morgen nicht steckenzubleiben. Holz gibts dafuer in Huelle und Fuelle und wir haben einen entspannten und erfreulichen Abend mehr auf dieser Reise.
Der naechste Morgen beginnt frueh, kalt, neblig und mit der Herausforderung aus dem Flussbett herauszukommen. Jene meistern wir - oder mehr Andy - bravouroes und auch das Wetter meint es gut mit uns - es klart auf und wir fahren bei strahlendem Sonnenstein ueber Fluesse und an Seen und Bergen vorbei. Ein typischer neuseelaendischer Reisetag eben. Gegen Nachmittag legen wir einen kurzen Stop in Motueka in um ein paar Sachen aufzuklauben, danach gehts schnurstracks nach Nelson und zum Backpacker Paradiso, wo Andy der ja eigentlich nur fuer einen Tag wegbleiben wollte, erstmal sein geliebtes und vermisstes Motorbike begruesst und herzt. Am Abend gibts Party im Bus (ein alter Bus, welcher im Garten des Backpackers geparkt ist), neue und alte Gesichter werden begruesst und die Stimmung ist ausgezeichnet.
Ein nebliger Morgen versaut unseren Plan mit dem Bike nach Kaikoura zu fahren um dort auf eine Whale watching Bootsfahrt zu gehen, andrerseits ists Samstagabend und Tiki, der Saenger der ueberaus empfehlenswerten neuseelaendischen Band Salmonella Dub ist in einem Club in Nelson zu sehen. Also nichts wie hin. Erstmal gibts jedoch den restlichen Tag zu ueberstehen, vor allem Andy faellt dies schwer, verkatert eben. Beste Medizin, ein frisch gepresster Orangen und Apfelsaft auf dem samstaeglichen Markt, dazu Curry-Huehnerspiesse, allerlei Kram zum Bestaunen und Nelson, waere nicht Nelson, wuerde nicht noch die Sonne erscheinen. An ebenjener erfreuen wir uns am Nachmittag, am Pool liegenderweise, jedenfalls bis auf all jene die gemeinerweise in den, natuerlich saukalten, Pool geworfen werden. So vergeht der Tag und wir richten uns langsam fuer die Samstagnacht zurecht, zuerst gratis-Billiard in nem Pub, danach chilenische Musik in ner Bar und schliesslich gehts in den Phat Club wo die Stimmung gut, das Bier kalt und die Lautsprecher laut sind. Irgendwann gegen halb drei machen wir uns dann doch auf den Heimweg, trotz viel Wasser und kaum Alkohol fuehle ich mich miserabel, ein Zustand der den folgenden Tag anhalten soll.

On the road nordwaerts - 19./20./21. Mai

Montagmorgen gehts nach dem ungewoehnlichen Erwachen durch Motorenlaerm zielstrebig zur steilsten Strasse der Welt, Baldwin Street, zehnte Strasse auf der linken Seite der Norwood Street nordoestlicher Richtung aus aus Dunedin. Zuerst gibts die faule Version - rauffahren mit dem Van, dutzende Fotos schiessen und wieder runterfahren. Danach die sportliche Version - Andy und ich laufen hinauf ... naja, jedenfalls bis zur Haelfte, den Rest legen wir dann nur gehenderweise zurueck. Nach dieser sportlichen Aktivitaet fruehmorgens relaxen wir im botanischen Garten von Dundedin, mit Gewaechshaus voller seltsam geformter Kakteen und einem Rosengarten voller duftender Rosen. Nachdem wir wohl jede Rose berochen haben, reissen wir uns schliesslich und endlich doch noch los - unser Koerper verlangt Nahrung. Also schnell zum Supermarkt geeilt, noch einen Stop bei der Tankstelle eingelegt und dann verlassen wir Dunedin auch schon wieder. Es geht nach Norden, nach Moeraki, wo wir die Moeraki Boulders bestaunen koennen, runde grosse Steine am Strand mit Kristallen innerhalb.

Andy mit seinem Steine-Business (immer am Sammeln) kanns natuerlich nicht lassen, ein Stueckchen in seiner Jackentasche verschwinden zu lassen. Mehr der weniger immer der Kueste entlang gehts Richtung Christchurch, wo wir gegen sechs Uhr abends ankommen und bei einem Freund Andys die Nacht verbringen.
Am naechsten Morgen gehts nach endlich mal wieder Waesche waschen und anderem Zeugs in die Stadt um ein paar Leute aus dem Hostel in Nelson wiederzusehen. Jene sind aber mehr oder weniger auf dem Sprung nach Queenstown und haben daher nicht wirklich Zeit. Nach einer kurzen Gruebelpause beschliessen wir den Nachmittag mit einem Ausflug nach Akaroa auf der Banks Peninsula oestlich von Chirstchurch (Chch) zu verbringen. Leider meint das Wetter es ausnahmsweise mal nicht so gut mit uns, und wir sehen die Schoenheit der Peninsula mit einem sehr grauen Himmel. In Akaroa ists bereits vier Uhr, anscheinend die Zeit wo alles zusperrt und so scheint es, Andys verzweifelte Suche nach einem Pie bleibt erfolglos. Schliesslich werden wir doch noch fuendig und mein nahezu am verhungernder Mitreisender kann seine Zaehne in eines dieser ueberaus ungesunden Blaetterteig-Dinger schlagen. Ansonsten haben wir keine grossartigen Erlebnisse in Akaroa und Umgebung, also gehts wieder zurueck nach Chch, schliesslich wirds auch langsam dunkel.
Am naechsten Morgen heissts mal ein bissi frueher aufstehen, nach vielem Hin und Her haben wir tatsaechlich eine Entscheidung gefaellt - unser naechster Weg fuerht ueber Arthurs Pass an die Westkueste. Also zusammenpacken, die natuerlich nicht trockene Waesche im Van auf improvisierten Waescheleinen haengen, Schluessel zu Andys Freund bringen, verabschieden und losduesen. Viel Stress haben wir allerdings nicht, der Plan ist, eine Nacht in Arthurs Pass zu verbringen, die Mission ist also wiedermal Feuerholz und einen guten Platz fuer die Nacht zu finden. Und natuerlich die Schoenheit der Natuer zu geniessen - wiedermal. Die Missionen sind erfolgreich in jeder Hinsicht - am Abend finden wir uns wiedermal inmitten der Natur an einem Fluss wieder, starten unser Feuerchen, kochen unser Huehnersueppchen (welches uebrigens ausgezeichnet ist) und erfreuen uns am Leben.

Samstag, 17. Mai 2008

Invercargill

Ich bin gerade am nahezu suedlichsten Punkt Neuseelands angekommen, kalt ists, die Baeume sind kahl, Schnee in den Bergen... Was mach ich hier bloss? Wie dem auch sei, Internet hier is teuer und Zeit haben wir auch nicht wirklich - daher fasse ich mich kurz:
Neuseeland ist unglaublich schoen! Jedesmal wenn man denkt, dass man soeben einen der schoensten Plaetze ueberhaupt gefunden hat, faehrt man ein paar Stunden und findet einen mindestens ebenso schoenen Platz. Unterwegs war ich zwei Wochen mit einem Frenchie, in Nelson sind wir dann aber wieder getrennte Wege gegangen, und nun bereise ich mit einem Kiwi (Neusaeelaender) den suedlichen Teil der Suedinsel. Eine bis eineinhalb Wochen bin ich hier noch, dann gehts auf die Nordinsel fuer nochmal ein Monat.
Naechste Neuigkeiten gibts ... evt in einer Woche, wenn ich in Christchurch oder Nelson bin und mal ein bisschen Zeit hab.

Alles Liebe
Valerie

Mittwoch, 23. April 2008

letzten Tage in Australien - 21./22./23. April

Nach einem weiteren Riesenfruehstueck in Alice (auf unserem Huegelchen wars uns dann irgendwie recht schnell viel zu warm und die Fliegen waren auch etwas entnervend) organisier ich mir noch schnell einen Tauchgang fuer den naechsten Morgen in Cairns, wir schlendern durch einen kleinen Markt und sehen das erste Mal ein bisschen was von Alice; eigentlich eine sehr beschauliche kleine Stadt.
(schnueff!)

Dann fahren wir nochmal auf die Weirdo-Campsite, wo Richard sein Lager fuer die Nacht aufschlaegt, ich suche und packe all meine Sachen und dann gehts irgendwie auch schon zum Flughafen. Nach all der Zeit und den Abenteuern die wir zusammen erlebt haben, faellt der Abschied schwer - umso groesser ist die Vorfreude auf den Sommer, da Richard und Rene nach Oesterreich kommen wollen. Also Daumen gedrueckt und nicht mehr gejammert und gesudert. Trotztdem sitz ich voller Wehmut im Flugzeug, werde aber immerhin mit einem der schoensten Sonnenuntergaenge aufgeheitert. Die Sonne in 10 000 Meter untergehen zu sehen ist beeindruckend, blutrot und noch eine Stunde spaeter glueht der Himmel in den diversesten Rottoennen.
(Nun gut - auf dem Foto nicht ganz so beeindruckend wie in der Realitaet..)

Gluecklicherweise kommen wir etwa 20 Minuten frueher an, als erwartet, um halb Acht abends uebrigens, und somit hab ich noch die Gelegenheit von nem Backpacker-Shuttlebus abgeholt zu werden. Dreamtime ist der Name dieses Hostels, sollte jemals jemand einen Backpacker in Cairns suchen - dieses ist waermstens zu empfehlen! Sehr familiaere Atmosphaere, gemuetlich eingerichtet, (wir hatten im Zimmer sogar eine Leselampe) sehr verwinkelt, sehr gruen, sehr sauber, eine aufgeraeumte Kueche (was fuer australische Hostels echt ueberraschend ist), usw ... Nun genug geschwaermt, nach Ankunft hab ich noch schnell alles fuer den Tauchausflug am naechsten Tag geregelt und dann gings ins Bett.
Um 6.45 sollte ich geweckt werden, gemuetlich fruehstuecken und zum Pier schlendern, wo das Boot um 7.30 auf mich wartet. So die Theorie. In der Praxis ist das Handy welches ich mir als Wecker ausborge vom Besitzer bei der Zeitumstellung wohl in die falsche Richtung gestellt - somit ists statt 6.45 Uhr 7.45. Katastrophe! Das Maedl bei der Rezeption organisiert aber in Windeseile jemanden der mich zum Hafen faehrt und so nimmt alles noch ein gutes Ende. Nach diesem stressigen Morgen erfreue ich mich erstmal einer beruhigenden Tasse Tee und eines Muffins zum Fruehstueck. Bald gehts auf See, auf dem Boot sind neben, mal wieder, massenhaft vielen Deutschen auch zwei Schweitzer, die wohl am Vorabend ein bisschen zu viel gefeiert haben; dem einen bekommt das Schaukeln gar nicht - armer Kerl. Kurz vor Green Island ankern wir und ich geh auf meinen Tauchgang. Schoene Korallen, ein paar Fische, am Schluss zwei kleine Black Tip Reef Sharks aber alles in allem nicht weltbewegend. Schoen wars trotzdem mal wieder tauchen zu gehen. Danach gibts einen leckeren Lunch und es geht fuer einen kleinen Ausflug auf die Insel, die ihrem Namen alle Ehre macht und ... na was wohl ... Gruen ist. Vielleicht hat hier aber auch wiedermal die unglaubliche Kreativitaet der Australier bei Namensgebungen zugeschlagen. Nach weiteren spassigen zwei Stunden mit den Schweizern (der eine hat einen Job als Kaesemacher noerdlich von Brisbane) gehts zurueck aufs Boot fuer einen Schnorchelausflug und einer Fruechteplatte. Danach fahren wir los, zuerst noch mit Motor, jener wird aber abgestellt sobald das Riff verlassen und nachdem ich beim Segelhissen helfen darf, segeln wir nur noch durchs Meer. Wir Passagiere werden wirklich gut gefuettert und zuerst mit einer Kaeseplatte (mit fuer australische Verhaeltnisse erstaunlich gutem Kaese) und einer Kuchenplatte verwoehnt. Hungrig von Board geht heute wohl niemand. Der restliche Abend vergeht friedlich mit organisatorischen Zeug und einigen Ratschlaegen fuer eine zukuenftige Thailandreisende, danach gehts viel zu spaet ins Bett, schon 3 1/2 Stunden spaeter um 3.30 klingelt der Wecker. Diesmal tatsaechlich zur rechten Zeit um von nem Shuttlebus abgeholt zu werden und zum Flughafen gebracht zu werden. Wiedermal heissts warten, warten, warten, 20 Minuten Verspaetung ueberbruecken und schliesslich einsteigen. Zum Glueck habe ich drei Sitze fuer mich und so kann ich mich ausbreiten und etwas Schlaf nachholen. Trotzdem alles andere als ausgeschlafen und gluecklich komme ich in Brisbane an, und checke in wohl einem der groessten Backpacker dort ein - grosser Fehler. Das 'Brisbane Backpacker' Hostel ist das komplette Gegenteil von dem vorigen Hostel. Laut, schmutzig, schrecklich und voller dummer Menschen die nur im Sinn haben sich jeden Tag zu betrinken. Also schnell in die Stadt gefluechtet um allerlei Zeug zu erledigen - gegen sechs Uhr gehts ins Backpacker und schon drei 1/2 Stunden spaeter liege ich im friedlichschlummernd im Bett. Wiedermal viel zu frueh muss ich zum Flughafen, diesmal 5.40 - die uebliche Prozedur folgt, nur mit dem Unterschied, dass ich verwarnt werde, da ich mein Visa um 6 Tage ueberzogen habe. Ausserdem wird mein Rucksack dreimal gescannt - was ein Theater. Trotz vollem Flugzeug habe ich wieder drei Sitze fuer mich - yeah. Kurz vor der Ankunft wache ich auf und werfe einen ersten Blick auf Neuseeland. Berge!! Noch in der Luft stelle ich fest: Hier gefaellts mir. Christchurch erweist sich als nette kleine Stadt, nach dem Einchecken mache ich einen kleinen Ausflug zum Supermarkt und schlendere gemuetlich durch die Strassen und auch einen potenziellen Reisepartner habe ich gefunden. Soweit so gut :)

Dienstag, 22. April 2008

Lawn Hill National Park & Camoweal - 4./5./6. April

Nach ein paar weiteren Experimenten am Vormittag gehts wieder zurueck auf die Strasse, unser Weg fuehrt uns ueber eine Schotterstrasse zum Lawn Hill National Park. Mittendrin schafft Richard es, unseren Dachtraeger mit einem Salto vom Dach zu katapultieren. Also kurzer Stopp um jenen erst wieder zu befestigen. Trotz dieser vergleichsweise kleinen Panne kommen wir recht frueh in Lawn Hill an, welches sich als kleine Oase in dieser Wuestenlandschaft herausstellt. Nach einem kurzen Spaziergang gelangen wir an die Kaskaden, wo wir baden gehen koennen, und diese Gelegenheit natuerlich auch gleich ausnutzen. Das Wasser ist wunderbar erfrischend, hat eine schoene gruenlichtuerkise Farbe, rund um uns sind Palmen in allen Groessen und Formen, wir fuehlen uns wie im Paradies.
Nach dieser Erfrischung sind wir fit genug um einen weiteren Spaziergang zu machen, wobei wir an einer Aboriginal Kunst Site vorbeikommen und weiter zu einer Flussgabelung schlendern, wo manchmal Suesswasserkrokodile gesichtet werden koennen. Wir haben leider nicht das Glueck jene zu sehen, koennen sie aber definitiv hoeren. Ausserdem erblicken wir auf dem Rueckweg ein Wildschwein - zu schade, dass jagen hier strikt verboten ist; das waere wohl ein leckeres Abendessen gewesen. Anstelle Wildschwein ueber dem Feuer (welches auch strikt verboten ist) zu braten, gibts nur ein Omelette mit dem letzten bisschen Gas was wir haben, danach gehts frueh zu Bett, Richard schmoekert noch ein bisschen in seinem, von mir geschenkt bekommen Buch, welches eigentlich fuer seinen Sohn ist. Aehm.. alles klar?
Wie dem auch sei, am naechsten Morgen erwartet uns ein kleiner Schrecken zum Fruehstueck, Layla startet nicht. Und selbst Richard ist nach einer Weile Herumdoktern ratlos, vor allem da nach einigen Test und Versuchen die Batterie dem zuzugehen scheint. Zum Glueck koennen wir vom Haus des Rangers aus die Autoversicherung anrufen, wo Richard sich ein bisschen telefonische Hilfe holt. Wir finden zwar einen Kaefer im Filter (wie auch immer der da hin gelangt ist), jedoch ists auch damit nicht getan, Layla springt nicht an, und die Batterie ist nun endgueltig leer. Also nochmal die Autoversicherung angerufen, die naeheste Werkstatt liegt 300 Kilometer entfernt und Dave, der Mechaniker kommt nun mit seinem Truck um uns zu retten. Waehrend wir warten, versuchen wir uns so wenig wie moeglich zu bewegen, die australische Hitze schlaegt zu. Allerdings ist die Nicht-Bewegen-Phase dann doch etwas zu lang, aus unserem geplanten Schwimmausflug zu den Kaskaden wird dann doch nichts mehr, ploetzlich hoeren wir einen Truck anbrausen. Schwupps ist Layla auf die Ladeflaeche gehievt und es geht die 300 Kilometer wieder zurueck zum naechsten Ort, Camoweal. Natuerlich ists schon stockfinster als wir dort ankommen und wir seltsamerweise recht muede, also fallen wir nur noch ins Bett.
Am naechsten Morgen kommt Dave recht frueh um sich den Schaden anzusehen, waehrend die beiden Maenner werken, lehne ich mich in einem Sessel zurueck und betrachte das Schauspiel. Im Endeffekt gelingt es tatsaechlich das Auto wieder zu starten und wir machen erstmal eine kleine Sonntagsmorgenspritztour bis an die naheliegende Grenze zum Northern Territory. Layla scheint gluecklich ueber die Reperatur zu sein, sie faehrt nun besser alz zuvor. Ausserdem haben wir uns 300 Km an Diesel gespart, eigentlich ganz praktisch fuer uns also. Insgesamt 800 Euro hat diese Aktion der Versicherung gekostet - und das fuer 50 Euro im Jahr.
Auch nach einem zweiten Ausflug an die Grenze scheint alles in Ordnung zu sein und so koennen wir erleichtert zu Bett gehen.
Allerdings nur bis zum naechsten Morgen, die Kleine springt schon wieder nicht an - allerdings ist die Loesung des Problems diesmal einfach, und wir machen uns keine allzu grossen Sorgen irgendwo im Nirgendwo ohne Telefon und Emfang steckenzubleiben.

On the Road inland 1./2./3. April

Morgens des ersten April versuchen wir nochmal unser Angelglueck, jedoch wieder erfolglos, schliesslich gibt selbst Richard auf und wir packen zusammen. In Atherton gibts nochmal einen Stopp und den letzten grossen Einkauf fuer eine lange Zeit - von nun an sind wir definitiv im Outback. Supermarktketten gibts keine mehr, nur noch kleine Betriebe, die ersten beiden Tage unserer Reise in die Wueste sind jedoch alles andere als spektakulaer, auch wenn wir immer wieder mal einen schoenen Platz zum campen, abseits der Strasse an einem Fluesschen finden. Etwas erzaehlenswerter wirds als wir in Normanton ankommen, wo wir um die 70 Liter altes Oel geschenkt bekommen. Fuer all jene denen, wie mir, diese Tatsache so weit noch nicht bekannt ist. Mr Diesel (uebrigens ein Deutscher) hat den Dieselmotor urspruenglich gebaut um ihn auf Erdnussoel laufen zu lassen. Altes Oel gefiltert und mit wasauchimmer versetz, im Endeffekt wird auf jeden Fall Glycerin abgetrennt, ergibt Biodiesel. Natuerlich ist auf Reisen die Herstellung von Biodiesel nicht ganz so einfach, jedoch immer fuer ein Experiment bereit, leeren wir die ersten paar Liter einfach mal so in Tank, die Rache folgt auf dem Fuss. Ungefiltert fangen all die kleinen Teilchen im Oel an den Filter zu verstopfen. Improvisiergenie Richard hat aber auch dafuer eine Loesung, einfach mal eben mit einer Reifendruckpumpe das ganze Kleinzeug aus dem Filter zurueck in den Tank gepresst. Und tatsaechlich - Layla faehrt wieder tapfer. Als Lehre schliessen wir daraus; Oel vorher filtern. Also entfachen wir bei unserer naechsten Campsite abseits der Strasse ein kleines Feuerchen, waermen das Oel und filtern es. Ab in den Tank kommts aber trotzdem noch nicht. Erst pruefen obs auch wirklich fluessig bleibt, selbst in kalten Outback-Naechten. Ausserdem fangen nun langsam unsere vegetarischen und Dosenfutter - Tage an. Eine Schande nach all dem leckeren Essen.

Daintree 29./30./31. Maerz

Fruehmorgens um halb fuenf laeutet das erste Mal der Wecker, da wir uns in den Kopf gesetzt haben, an diesem am Strand liegendem Campingplatz den Sonnenaufgang zu betrachten. Halb fuenf ist jedoch viel zu frueh, erst eineinhalb Stunden im Halbschlaf spaeter beschliesst die Sonne tatsaechlich aufzugehen. Nach einem kurzen Badeausflug im Meer, natuerlich in einem mit einem Netz vor Quallen geschuetzten Bereich, brechen wir auf, zum grossen Abenteuer, dem Daintree National Park, einem der aeltesten Waeldern (oder gar DEM aeltesten Wald..?) der Welt. Auf dem Weg von Ellis Beach nach Norden folgen wir einer Kuestenstrasse, wegen nicht besonders berauschendem Wetter lassen wir aber die Hauptattraktion, die Mossman Gorge, aus, in der Hoffnung auf dem Rueckweg mehr Wetterglueck zu haben. Eine Faehrenuebersetzung spaeter sind wir schliesslich im Nationalpark und wenn dann und wann die Sonne durch die Blaetter schimmert fuehlt man sich tatsaechlich ein bisschen in die Urzeit zurueck versetzt. Nicht viel spaeter kommen wir an der Campsite fuer heute Nacht, dem Noah Beach an, machen einen kleinen Spaziergang, leider ohne Sonne und verbringen den restlichen Nachmittag beim Zelt lesend und schreibenderweise. Klugerweise hat Richard eine Plastikplane mitgenommen, die jetzt in diesem regnerischen Wetter sehr nuetzlich ist. Als es langsam dunkel wird, machen wir einen Ausflug zum naheliegenden Backpacker-Resort mit Bar und erfreuen uns an einem kuehlen Bier. Wieder daheim machen wir total illegalerweise ein winzigkleines Feuerchen (pst!) und mampfen unser Chilli con carne. Waehrend Richard schon friedlich schlummert, mache ich noch einen kleinen Strandausflug, leider ists bewoelkt, weder Mond noch Sterne lassen sich blicken.
Am naechsten Morgen fuehrt unser erster Weg zum 'Fledermaus-Haus' welches aber leider noch zu hat. Abenteuerlich wie wir sind, beschliessen wir die Gelaendewagen-Strecke die nordwaerts bis nach Cooktown entlang zu fahren, um einfach mal auszuprobieren wie weit wir mit unserer kleinen Layla (japp, das Auto hat nun einen Namen) kommen. Die ersten paar Kilometer sind auch ueberhaupt kein Problem und uns kommen schon Zweifel ob es so eine gute Idee war gleich ein Retourticket fuer die Faehrenuebersetzung zu kaufen; kommen wir bis nach Cooktown koennen wir schliesslich eine andere Strasse zurueck nehmen. Schliesslich erscheint am Strassenrand tatsaechlich ein Schild, dass von nunan nur Gelaendewaegen passieren sollten. Natuerlich ignorieren wir dies wie schon so oft zuvor und fahren munter drauf los. Bis wir an einem 'kleinem' Fluesschen, genannt Emmacreek ankommen. Was dann weiter passiert, ist leicht zu rekonstruieren, aber nur schwer zu glauben. Einen kurzen Blick auf den Fluss geworfen, springt Richard wieder ins Auto und faehrt drauf los. Die erste Haelfte nahezu ohne Probleme, auch wenn ich schon ein bisschen kuehles Nass auf den Fuessen spueren kann. Nach zwei Dritte wird das Vorwaertskommen schwieriger, das Wasser steht nun bis knapp unter die Knie. Schliesslich nach drei Viertle, nahezu auf der anderen Seite, kommts wies kommen muss - wir stecken fest. In einem hellen Moment rette ich meine Kamera auf den hoechstmoeglichen Punkt, als ich ploetzlich im Wasser sitze - allerdings nur die Kamera. Unsere Handys und sowohl mein, als auch Richards MP3 Player schwimmen immer noch froehlich im Wasser herum. Mit einem leichten Anflug von Unwohlsein in der Stimme gibt Richard den Befehl 'Raus hier' - mir kommt dabei unwillkuerlich das Krokodil-Warnschild am Ufer in den Sinn. Von jenen sehen wir aber zum Glueck nicht viel, kaum am Ufer angekommen, kommen mir die noch herumschwimmenden Handys und sein IPod in den Sinn, Richard stakst also tapfer zurueck und rettet jene. Mir kommt dabei das Vergnuegen zuteil ein paar Fotos zu schiessen, alles in allem ist das gesamte Bild einfach nur surreal.


Und wir sind beide sehr froehliche Gemueter, nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen, also lachen wir uns erstmal die Seele aus dem Leib, vor allem als ploetzlich ein Schweizer Paerchen auftaucht und mit hochgezogener Augenbraue mehr feststaellt als fragt, dass das wohl kaum unser Auto sein kann... Aehm ... Doch. Japp, war nicht gerade die kluegste Tat an diesem Tag. Nun, das Ende der Geschichte. Nach einer kurzen Wartezeit kommt ein Gelaendewagen, der uns rausziehen kann, jedoch nur auf die naehere Seite. Und wiedermal ueberrascht uns unsere tapfere Layla - mitten im Fluss, mit Wasser auf den Sitzen bis zum Bauchnabel beschliesst sie doch tatsaechlich zu starten. Wir landen also gluecklich auf der anderen Seite und muessen nun nur noch darauf warten, dass uns jemand wieder zurueck zieht, dies dauert ein wenig, in der Zwischenzeit versuchen wir einige Dinge wie unsere Landkarte, oder Richards Tabak zu trocknen und halten Lunch. Schliesslich erbarmt sich jemand unser und zieht uns zurueck, wir fahren zum Backpacker und verbringen den restlichen Nachmittag und Abend damit unsere Sachen zu waschen und zu trocknen. Dabei entdecke ich das mein Pass im UV-Licht die erstaunlichsten Bilder zum Vorschein bringt. Das aber nur nebenbei.
Am naechsten Morgen finde ich immer noch immer wieder mal irgendwelche nassen Sachen, allerdings halten wir uns nicht lange im Backpacker auf - im Grossen und Ganzen haben wir nun genug Regen und Regenwald; wir wollen nur noch raus. Nicht einmal die Mossman Gorge sehen wir im Endeffekt, vor lauter Fluechten geraet diese irgendwie in Vergessenheit. Nach einem kurzem Bad am Ellis Beach und einem Einkaufstop sind wir auf der Suche nach einer Campsite, und landen ploetzlich, einem halbzugewachsenen Pfad folgend an einem Fluss mir Baeumen ringsum - besser gehts ja fast nicht. Dazu noch ein paar Angelexperimente, wobei ich zum nach Wurm graben verurteilt werde, leckeres gerauechertes Hendl und geraeucherter Kuerbis, und dann fallen wir zufrieden ins Bett.


irgendwas is da faul ... was ist es nur?

Sonntag, 20. April 2008

ja es geht mir gut!

Ich bin immer noch in Alice Springs (Zentrums Australien), in wenigen Stunden gehts mit dem Flugzeug nach Cairns, wo ich morgen einen ogligatorischen Tauchausflug ans Great Barrier Reef mache, danach mit dem Bus nach Brisbane und von dort am 24. abends nach Christchurch, auf die Suedinsel Neuseelands.

Geruechten zufolge werde ich nie wieder die Zeit aufholen, die ich ausgelassen habe (zwei Monate ... oO) .. nun ja.. wer weiss wer weiss ....

Alles Liebe

Donnerstag, 21. Februar 2008

Wiedersehensfeier

Natuerlich muss die Heimkehr nach einem Jahr Abstinenz gebuehrend gefeiert werden. Oder zumindest ists eine ziemlich gute Ausrede :)

Wer sich also davon ueberzeugen will, dass ich tatsaechlich in einem Stueck wieder zurueckkomme (hoffentlich ...) hat dazu am


Wochenende um den 6/7. September in Wien


die Gelegenheit.
Ich bin zwar am 6. tagsueber nicht da, dafuer ist an eben jenem Wochende das Donauinselfest und fuer gewoehnlich auch das Volksstimmefest
Fuer alle Gaeste die aus dem Ausland anreisen, sollte es also trotzdem nicht langweilig werden, und auch fuer Unterkunft versuche ich zu sorgen. Am Samstagabend feier ich dann natuerlich mit euch. Und auch die paar Tage davor und danach halte ich mir frei.

Byron Bay 10. Februar - Mein Geburtstag! :)

Da sowohl das Coco Mangas als auch das Cheeky Monkeys am Sonntag geschlossen haben, steht mein Entschluss fuer den Abend fest. Ab Mitternacht meinen Geburtstag tanzend beginnen. Gesagt, getan, gegen elf Uhr am 9.Feburar abends gehts gemeinsam mit Jimmy ins Coco Mangas, um Mitternacht erfreut er mich mit einem Geburtstags-Mojito, danach wird nur noch getanzt. Jimmy verschwindet irgendwann, da er arbeiten muss, aber ich erfreue mich auch so am Leben. Kurz vorm Schlafengehen gibts noch eine Geburtstagsmassage von Andrea, einem waschechtem Italiener und dann gehts gluecklich ins Bett. Man kann also selbst in der Ferne glueckliche Geburtstage haben. Liegt aber vielleicht auch an der Zahl. 21 (Einundzwanzig! :D) zu werden ist grossartig.
Am naechsten Morgen gibts ein gemuetliches Fruehstueck, danach holen mich Chris und Lee mit dem Auto ab und wir fahren nach 'The Channon' einem naheliegenden Oertchen auf einen sonntaeglichen Markt. Nach einer Runde um den Markt mit jeder Menge hippiemaessig angehauchten Zeugs goennen wir uns einen kleinen Lunch, erfreuen uns an der jazzig, bluesigen Liveband und dem sonnigen Sonntagnachmittag. Spaeter des Nachmittag wechselt sich die Liveband mit jeder Menge motivierter Trommler ab; bestimmt zwanzig bis dreissig mit Trommeln aller Art und Groesse unterhalten die Gaeste. Ausserdem ein sehr talentierter junger Asiate der einige ziemlich beeindruckende Kunststuecke mit einem Fussball vorfuehrt. Gegen fuenf gehts wieder heim, auf dem Rueckweg wird mir noch ein Geburtstagsbier spendiert - Danke Jungs. Sonntag ist wie gesagt eher ruhig, und so gibts neben ein paar unglaublich dummen Deutschen (Verzeiht all meine Nachbarsfreunde, aber die waren echt einfach nur dumm), nur einen kleinen Abendsnack mit ein bisschen Wein und Keksen, dann verschwinde ich mal eben fuer zwei Stunden ins Zimmer, irgendwas war wohl dann doch zuviel. Sonne, Wein, Kekse - man munkelt noch. Nach der zweistuendigen Pause gehts aber wieder und ich erscheine nochmal auf der Bildflaeche fuer ein Weilchen, bis es dann gegen Mitternacht endgueltig ins Bett geht.

Montag, 18. Februar 2008

Byron Bay 8./9. Februar

Der Freitag beginnt nach einer langen Nacht relativ spaet und unspektakulaer. Internet, Blog schreiben, Mails checken, einkaufen ... Am Nachmittag lande ich dann schliesslich endlich am Strand, wird auch Zeit nach bereits vier Tagen Byron Bay. Kaum im Wasser sehe ich eine mir bekannte Badehose und traue meinen Augen kaum. Reisegefaehrte Mirko ist mit einem Freund in Byron Bay gelandet, sein Handtuch liegt keine 10 Meter von meinem entfernt. Und das in diesem Riesenland. Die Welt ist halt doch ein Dorf. Spaeter des Tages buche ich meine ersten Surfstunden fuer Sonntag Morgen. Danach treffe ich wiedermal - ebenfalls zufaellig - Chris mit einem Freund wieder und wir gehen gemeinsam ins 'Railway Inn' wo eine Band spielt. Jedenfalls versuchen wirs. Ich komm mangels Idetitaet nicht rein, Chris fehlt das noetige Schuhwerk. Also erstmal zurueck ins Hostel Pass holen. An dem Abend spaziere ich noch viel von einem Platz zum andern; Backpacker, Reiseagentur (um die Surfstunden auf Samstag vorzuverlegen), Railway, Parkplatz, Beach Hotel, Backpacker, Coco Mangas, nach zwei Stunden tanzen gegen ein Uhr heimwaerts und zum Abschluss des Abends noch fuer einen kleinen Spaziergangn an den Strand.
Nach dieser anstrengenden Nacht schaffe ich es natuerlich fast zu verschlafen, und komme statt um 9.45 um 9.50 ohne Fruehstueck bei der Surfschule an. Nach einer kurzen Vorstellung und dem Zusammenpacken all unserer Sachen, gehts mit dem Auto an den Strand wo uns eine kurze Einfuehrung erwartet. Nachdem wir alle das aufs Brett springen im Trockenen geuebt haben, und ich feststelle dass das ja eigentlich gar nicht so schwer ist, gehts ins Meer. Tja - von wegen nicht schwer. Die erste Huerde ist, Balance auf dem Brett zu finden, was zum Glueck noch nicht so schwer ist, da immer einer unserer 'Lehrer' das Brett haelt. Die Welle kommt, volle Konzentration, hochhieven, einen Fuss aufs Brett, den andern Fuss .... abrutschen und eine Menge Wasser schlucken. Nunja, nach diesem Schema laeuft fast jeder Versuch ab, ich stelle fest, dass Surfen definitiv nicht mein groesstes Talent ist, aber aufgeben gibts nicht. Ausserdem, selbst die 1,5 sec die ich schliesslicht tatsaechlich auf dem Brettl stehe, ist die ganze Anstrenung wohl wert. Nach einer kurzen Orangen und Wasserpause gehts nochmal in die Fluten, jedoch nur fuer vielleicht 10 Minuten, dann heisst zusammenpacken. Natuerlich ausgerechnet, als ich langsam ein Gefuehl fuer das Board bekomme. Aber es ist definitiv nicht das letzte Mal, dass ich surfen war. Weniger erfreulich ist, dass ich mich wohl beim surfen verkuehlt habe, und mit dieser Erkaeltung noch eine ganze Weile zu kaempfen habe. Wieder daheim gibts erstmal ein bisschen Pause, surfen ist schrecklich ermuedend. Dann Raubtierfuetterung und gemuetliches Beisammensitzen.